Mortgage-Backed Securities (MBS)
Definition
Mortgage-Backed Securities (MBS) sind durch Hypothekenkredite besicherte Wertpapiere, bei denen Zahlungsströme aus einem Pool von Immobilienkrediten an Investoren weitergeleitet werden.
Mortgage-Backed Securities (MBS)
Mortgage-Backed Securities (MBS) sind forderungsbesicherte Wertpapiere, deren Cashflows aus einem Pool von Hypothekenkrediten stammen. Der Emittent bündelt Hypotheken und verbrieft sie in handelbare Wertpapiere.
Funktionsprinzip
Viele Hausbesitzer zahlen Hypothekenzinsen
↓
Bank bündelt 1.000 Hypotheken (Pool)
↓
Verbriefung → MBS ausgegeben
↓
Investoren kaufen MBS und erhalten:
- Zinszahlungen (pass-through)
- Tilgungszahlungen
MBS-Typen
| Typ | Beschreibung |
|---|---|
| Agency MBS | Von Fannie Mae, Freddie Mac garantiert (US) |
| Non-Agency MBS | Keine Staatsgarantie, höheres Risiko |
| CMBS | Commercial MBS (Gewerbeimmobilien) |
| RMBS | Residential MBS (Wohnimmobilien) |
Vorfälligkeitsrisiko (Prepayment Risk)
MBS haben ein einzigartiges Risiko: Hausbesitzer tilgen früher bei sinkenden Zinsen (Umschuldung). Dies reduziert die Laufzeit unerwartet → Reinvestitionsrisiko.
Finanzkrise 2008 und MBS
Der Kern der Finanzkrise 2008:
- Subprime-Hypotheken (schlechte Kreditqualität) wurden verbrieft
- CDOs (Collateralized Debt Obligations) aus schlechten MBS erstellt
- Rating-Agenturen vergaben AAA trotz schlechter Qualität
- Immobilienpreise fielen → Massenausfälle → Finanzmarktkrise
Heute
Agency MBS (mit US-Garantie) gelten als sicher und werden von der Fed im QE-Programm gekauft.
Keine Anlageberatung.
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