ABS — Asset-Backed Securities
Definition
Asset-Backed Securities (ABS) sind Wertpapiere, die durch einen Pool an Forderungen (Kredite, Hypotheken, Leasing) besichert sind und deren Cashflows an Investoren weitergeleitet werden.
Was sind Asset-Backed Securities?
Asset-Backed Securities (ABS) sind Finanzinstrumente, die durch einen Pool an zugrunde liegenden Forderungen oder Vermögenswerten besichert sind. Diese Assets — typischerweise Verbraucherkredite, Autokredite, Kreditkartenforderungen, Studentenkredite oder Hypotheken — werden in einer Zweckgesellschaft (Special Purpose Vehicle, SPV) gebündelt und securitisiert: Die Cashflows werden in Wertpapiere verpackt und an Investoren verkauft.
Entstehung und Struktur
- Originatoren (Banken, Autofinanzierer) vergeben Kredite
- Kredite werden in einem SPV (Zweckgesellschaft) gebündelt
- Das SPV emittiert ABS in Tranchen (Senior, Mezzanine, Junior/Equity) mit unterschiedlichen Risiko-Rendite-Profilen
- Senior-Tranche: Höchste Bonität, wird zuerst bedient
- Junior-Tranche: Höchstes Risiko, absorbiert erste Verluste
Wichtige ABS-Arten
- MBS (Mortgage-Backed Securities): Immobilienhypotheken
- RMBS (Residential MBS): Wohnbau-Hypotheken
- CMBS (Commercial MBS): Gewerbeimmobilien
- CLO (Collateralized Loan Obligations): Firmenkredite
- CDO (Collateralized Debt Obligations): Gemischte Kreditpools
Finanzkrise 2008
Die Verbriefung von US-Subprime-Hypotheken zu AAA-gerateten MBS/CDOs war ein Kernmechanismus der Finanzkrise 2008. Die Ausfälle im Basis-Pool übertrafen die Annahmen der Modelle dramatisch. Seitdem unterliegen ABS in Europa strengerer Regulierung (EU-Verbriefungsregulierung 2019).
Verwandte Begriffe
Siehe auch: Anleihe, Pfandbrief, Credit Rating, Investment Grade
Dieser Eintrag dient der Information und stellt keine Anlageberatung dar.