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ABS — Asset-Backed Securities

Definition

Asset-Backed Securities (ABS) sind Wertpapiere, die durch einen Pool an Forderungen (Kredite, Hypotheken, Leasing) besichert sind und deren Cashflows an Investoren weitergeleitet werden.

Was sind Asset-Backed Securities?

Asset-Backed Securities (ABS) sind Finanzinstrumente, die durch einen Pool an zugrunde liegenden Forderungen oder Vermögenswerten besichert sind. Diese Assets — typischerweise Verbraucherkredite, Autokredite, Kreditkartenforderungen, Studentenkredite oder Hypotheken — werden in einer Zweckgesellschaft (Special Purpose Vehicle, SPV) gebündelt und securitisiert: Die Cashflows werden in Wertpapiere verpackt und an Investoren verkauft.

Entstehung und Struktur

  1. Originatoren (Banken, Autofinanzierer) vergeben Kredite
  2. Kredite werden in einem SPV (Zweckgesellschaft) gebündelt
  3. Das SPV emittiert ABS in Tranchen (Senior, Mezzanine, Junior/Equity) mit unterschiedlichen Risiko-Rendite-Profilen
  4. Senior-Tranche: Höchste Bonität, wird zuerst bedient
  5. Junior-Tranche: Höchstes Risiko, absorbiert erste Verluste

Wichtige ABS-Arten

  • MBS (Mortgage-Backed Securities): Immobilienhypotheken
  • RMBS (Residential MBS): Wohnbau-Hypotheken
  • CMBS (Commercial MBS): Gewerbeimmobilien
  • CLO (Collateralized Loan Obligations): Firmenkredite
  • CDO (Collateralized Debt Obligations): Gemischte Kreditpools

Finanzkrise 2008

Die Verbriefung von US-Subprime-Hypotheken zu AAA-gerateten MBS/CDOs war ein Kernmechanismus der Finanzkrise 2008. Die Ausfälle im Basis-Pool übertrafen die Annahmen der Modelle dramatisch. Seitdem unterliegen ABS in Europa strengerer Regulierung (EU-Verbriefungsregulierung 2019).

Verwandte Begriffe

Siehe auch: Anleihe, Pfandbrief, Credit Rating, Investment Grade


Dieser Eintrag dient der Information und stellt keine Anlageberatung dar.

ABSAsset-Backed SecuritiesMBSCLOVerbriefung