Alte Aktie (Existing Share)
Definition
Alte Aktien sind die bereits umlaufenden Aktien eines Unternehmens vor einer Kapitalerhöhung. Sie sind im Gegensatz zu jungen Aktien voll dividendenberechtigt und haben volle Bezugsrechte bei Kapitalerhöhungen.
Was sind alte Aktien?
Der Begriff "alte Aktie" bezeichnet im Zusammenhang mit Kapitalerhöhungen die bereits umlaufenden Stamm- oder Vorzugsaktien eines Unternehmens — also alle Aktien, die vor der neuen Emission existierten.
Bedeutung im Kontext von Kapitalerhöhungen
Bei einer Kapitalerhöhung werden "junge Aktien" ausgegeben. Die bestehenden Aktionäre halten dann "alte Aktien" und erhalten Bezugsrechte, um proportional neue (junge) Aktien zu zeichnen.
Die wichtigsten Unterschiede:
| Kriterium | Alte Aktie | Junge Aktie |
|---|---|---|
| Dividendenanspruch | Voll | Ggf. anteilig |
| Bezugsrecht | Ja (auf neue Aktien) | Nein |
| Handelsstatus | Stets gelistet | Separat bis Zusammenlegung |
Alte Aktien und Stückelung
Nach der Zusammenlegung von alten und jungen Aktien werden die Aktien nicht mehr unterschieden — sie sind identisch. Die Bezeichnung verliert dann ihre Bedeutung.
Bezugsrecht der alten Aktionäre
Altaktionäre erhalten bei einer Bezugsrechtskapitalerhöhung im Verhältnis zur Kapitalerhöhungsquote Bezugsrechte. Diese können sie ausüben (neue Aktien zeichnen) oder an der Börse verkaufen.
Beispiel: 10:1-Kapitalerhöhung: Für 10 alte Aktien darf man 1 neue Aktie zum Bezugspreis kaufen. Der Wert des Bezugsrechts entspricht rechnerisch dem Verwässerungsabschlag.
Dieser Eintrag dient der Information und stellt keine Anlageberatung dar.