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Zyklische vs. defensive Aktien: Der Unterschied erklärt

Definition

Zyklische Aktien reagieren stark auf Konjunkturschwankungen und steigen in Boomphasen überproportional, während defensive Aktien auch in Rezessionen stabile Erträge liefern.

Definition

Die Unterscheidung zwischen zyklischen und defensiven Aktien ist fundamental für die Portfoliokonstruktion. Sie beschreibt, wie stark ein Unternehmen von der allgemeinen wirtschaftlichen Entwicklung abhängt.

Zyklische Aktien

Zyklische Unternehmen verkaufen Güter oder Dienstleistungen, auf die Verbraucher in schlechten Zeiten verzichten können: Autos (BMW, Mercedes), Luxusgüter (Hugo Boss), Reisen (TUI, Lufthansa), Industrie (ThyssenKrupp) und Bauunternehmen. Ihre Gewinne können in Rezessionen drastisch einbrechen — aber in Boomphasen überproportional steigen. Das Beta (Marktkorrelation) liegt typischerweise über 1,0.

Defensive Aktien

Defensive Werte bieten Produkte des täglichen Bedarfs: Lebensmittel, Strom, Wasser, Pharmazeutika, Telekommunikation. Unternehmen wie Beiersdorf, Henkel, E.ON oder Deutsche Telekom verzeichnen kaum schwankende Umsätze — Menschen kaufen Zahnpasta und bezahlen Stromrechnungen unabhängig vom Konjunkturzyklus. Das Beta liegt häufig unter 1,0, die Dividendenrendite ist stabiler.

Sektorrotation in der Praxis

Professionelle Anleger nutzen die zyklisch-defensive Unterscheidung für Sektorrotation: Vor einer erwarteten Rezession werden Übergewichte in Defensivwerten (Basiskonsumgüter, Versorger, Gesundheit) aufgebaut. Im frühen Aufschwung rotiert man in Zykliker. Im S&P 500 zeigte sich 2022 das Muster deutlich: Der Versorger-ETF verlor nur 5 %, während Technologie um 33 % fiel.

Kennzahlen im Vergleich

MerkmalZyklischDefensiv
Beta> 1,0< 1,0
DividendeVariabelStabil
KGV-SchwankungHochGering
RezessionsrisikoHochNiedrig

Disclaimer: Dieser Artikel dient ausschließlich der Information und stellt keine Anlageberatung dar. Gemäß §34 WpHG wird darauf hingewiesen, dass der Autor Positionen in den besprochenen Wertpapieren halten kann.

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