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Beta (Marktsensitivität)

Definition

Beta ist ein Maß für die Sensitivität eines Wertpapiers oder Portfolios gegenüber Marktbewegungen: Ein Beta von 1,2 bedeutet, dass die Aktie bei einem Marktanstieg von 10 % typischerweise um 12 % steigt.

Was ist Beta?

Beta (β) misst das systematische Risiko einer Aktie oder eines Portfolios — die Empfindlichkeit gegenüber Schwankungen des Gesamtmarkts. Ein Beta zeigt, um wie viel Prozent sich ein Wertpapier bewegt, wenn der Markt sich um 1 % bewegt.

Interpretation

BetaBedeutung
β = 1Bewegt sich gleichauf mit dem Markt
β > 1Aggressiver als der Markt (z. B. β = 1,5 → +15 % bei +10 % Markt)
β < 1Defensiver als der Markt (z. B. β = 0,5 → +5 % bei +10 % Markt)
β = 0Keine Korrelation mit dem Markt (z. B. Geldmarkt)
β < 0Bewegt sich entgegen dem Markt (z. B. Goldminen in manchen Phasen)

Berechnung

Beta = Kovarianz (Aktienrendite, Marktrendite) / Varianz (Marktrendite)

Oder: Steigung der Regressionsgerade zwischen Aktien- und Marktrenditen.

Beispiele nach Branche

  • Technologieaktien: β typisch 1,2–1,8 (konjunktursensitiv)
  • Versorger: β typisch 0,3–0,7 (defensiv, stabile Cashflows)
  • Goldminenaktien: Teils negatives Beta
  • Staatsanleihen: Niedriges oder negatives Beta zu Aktien

Beta und Portfolio-Steuerung

Im CAPM (Capital Asset Pricing Model) ist Beta der entscheidende Risikofaktor:

Renditeerwartung = Risikofreier Zins + β × Marktprämie

Anleger können ihr Portfolio-Beta durch Kombination von Aktien, Anleihen und Derivaten gezielt steuern:

  • Defensives Portfolio: Niedrigeres Beta
  • Aggressives Portfolio: Hohes Beta

Dieser Eintrag dient der Information und stellt keine Anlageberatung dar.

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