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Definition

Eine Zinswende bezeichnet den Wendepunkt in der Geldpolitik, an dem eine Zentralbank von einer Niedrig- zu einer Hochzinsphase (oder umgekehrt) wechselt – mit weitreichenden Auswirkungen auf alle Anlageklassen.

Zinswende

Eine Zinswende bezeichnet den geldpolitischen Wendepunkt, an dem eine Zentralbank (Federal Reserve, EZB) nach einer Phase konstant hoher oder niedriger Zinsen den Kurs ändert. Zinswenden gehören zu den wichtigsten Ereignissen für Finanzmärkte.

Zinswende 2022 (Historisch)

Die Zinswende 2022 war die stärkste seit 40 Jahren:

DatumFed Funds RateEZB Einlagenzins
Januar 20220,00–0,25 %-0,50 %
Dezember 20235,25–5,50 %4,00 %
Veränderung+525 Basispunkte+450 Basispunkte

Auswirkungen auf Anlageklassen

AnlageklasseSteigende ZinsenFallende Zinsen
Aktien (Growth)Negativ (höherer Diskontfaktor)Positiv
Aktien (Value)Weniger negativ, Dividendenwerte oft stabilModerat positiv
Anleihen (langfristig)Stark negativ (Kursrückgang)Stark positiv
Anleihen (kurzfristig)Positiv (höhere Rendite)Negativ
ImmobilienNegativ (höhere Finanzierungskosten)Positiv
GoldLeicht negativ (USD-Stärke)Positiv

Zinssenkungszyklus 2024

EZB senkte erstmals im Juni 2024, Fed im September 2024. Erwartungen: Normalisierung auf 2,5–3 % (EZB) und 3–3,5 % (Fed) bis 2026.

Zinsstrukturkurve als Indikator

Eine inverse Zinsstrukturkurve (kurzfristige Zinsen > langfristige Zinsen) war in der Vergangenheit ein verlässlicher Rezessionsindikator (12–18 Monate Vorlauf).

Keine Anlageberatung.

ZinswendeLeitzinsFederal ReserveEZBZinserhöhung