Valuta (Wertstellungsdatum)
Definition
Valuta bezeichnet das Datum, zu dem eine Zahlung oder Buchung wirksam wird und Zinsen berechnet werden. Im Wertpapierhandel ist Valuta das Settlement-Datum (T+2), ab dem der Käufer wirtschaftlicher Eigentümer wird.
Was ist Valuta?
Valuta (von ital.: valuta = Wert, Währung) bezeichnet den Wertstellungstag einer Finanztransaktion — das Datum, ab dem eine Zahlung oder Buchung rechtswirksam wird und ab dem Zinsen anfangen zu laufen.
Valuta im Wertpapierhandel
Beim Kauf einer Aktie:
- Handelstag (T): Kauf wird abgeschlossen, Preis ist fixiert
- Valuta (T+2): Aktie wird geliefert, Geld wird belastet — ekonomische Übereignung
"Valuta 3 Tage" bei einem Wertpapierkauf bedeutet: Die Belastung des Kontos erfolgt 3 Börsentage nach dem Kauf.
Valuta bei Bankgeschäften
Bei Überweisungen unterscheidet die Bank zwischen:
- Buchungsdatum: Wann die Transaktion in den Büchern erscheint
- Wertstellungsdatum (Valuta): Wann das Geld zinswirksam ist
Früher manipulierten Banken die Valuta zu ihren Gunsten (z.B. Lastschriften früh, Gutschriften spät). EU-Zahlungsdiensterichtlinie (PSD2) regelt heute: Gut- und Lastschriften müssen am Buchungstag valutiert werden.
Valuta bei Anleihen (Stückzinsen)
Bei Anleihen bestimmt die Valuta, zu welchem Datum die aufgelaufenen Stückzinsen berechnet werden. Kauft man eine Anleihe am 15. des Monats mit T+2-Settlement, bezahlt man Stückzinsen bis zum 17.
FX-Valuta (Forex)
Im Devisenhandel ist die Standardvaluta T+2. Bei Forex-Transaktionen werden die tatsächlichen Währungsbeträge erst am Valuta-Tag ausgetauscht (Spot-Geschäft).
Dieser Eintrag dient der Information und stellt keine Anlageberatung dar.