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Definition

Kaufkraft bezeichnet die Menge an Gütern und Dienstleistungen, die mit einer bestimmten Geldmenge erworben werden kann. Inflation vermindert die Kaufkraft des Geldes, Deflation erhöht sie.

Was ist Kaufkraft?

Kaufkraft ist der reale Wert einer Geldeinheit — also wie viele Güter und Dienstleistungen man für einen bestimmten Betrag kaufen kann. Steigen die Preise (Inflation), sinkt die Kaufkraft: Der gleiche Euro kauft weniger. Fallen die Preise (Deflation), steigt die Kaufkraft.

Kaufkraft und Inflation

Reale Kaufkraft = Nominale Geldmenge / Preisniveau

Bei einer Inflationsrate von 5 % verliert 100 € nach einem Jahr real ~4,76 € an Kaufkraft (Inflation mindert Realwert).

Formel nach einem Jahr:

Reale Kaufkraft = 100 € / (1 + 0,05) = 95,24 €

Kaufkraftverlust über längere Zeiträume

JahreJährliche InflationVerbleibende Kaufkraft von 100 €
102 %82 €
105 %61 €
202 %67 €
205 %38 €

Bedeutung für Anleger

Das Ziel jeder Geldanlage ist der Erhalt oder die Steigerung der realen Kaufkraft — also eine Rendite, die über der Inflationsrate liegt. Parken auf dem Sparbuch mit 0 % Verzinsung bei 3 % Inflation bedeutet realen Kaufkraftverlust.

Inflationsschutz-Instrumente: Aktien (langfristig), Immobilien, Rohstoffe, inflationsindexierte Anleihen (TIPS, Linker).


Dieser Eintrag dient der Information und stellt keine Anlageberatung dar.

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