Zum Hauptinhalt springen
Zurück zum Lexikon

Inflationsgebundene Anleihe (Inflation-Linked Bond)

Definition

Inflationsgebundene Anleihen (Linker) passen Nennwert und Kupon an die Inflation an, sodass die reale Kaufkraft des investierten Kapitals erhalten bleibt.

Was sind inflationsgebundene Anleihen?

Inflationsgebundene Anleihen (englisch: Inflation-Linked Bonds, Linker) sind Staatsanleihen, bei denen Nennwert und Zinszahlungen an die Inflationsentwicklung angepasst werden. In der Eurozone nutzen sie den HVPI ex Tabak (Harmonisierter Verbraucherpreisindex), US Treasury Inflation-Protected Securities (TIPS) verwenden den CPI.

Funktionsweise

Der Nennwert der Anleihe wird täglich mit dem Inflationsindex multipliziert:

Angepasster Nennwert = Ursprünglicher Nennwert × (HVPI heute / HVPI bei Emission)

Kuponzahlungen werden auf den angepassten Nennwert berechnet, steigen also mit der Inflation.

Beispiel: Nennwert 1.000 €, Kupon 0,5 %, Inflation 3 % p.a. im Jahr 1:

  • Angepasster Nennwert nach Jahr 1: 1.030 €
  • Kupon: 0,5 % × 1.030 = 5,15 € (vs. 5,00 € ohne Inflation)

Breakeven-Inflation

Der Breakeven-Inflationsrate ist die Inflationsrate, bei der die Linker-Rendite der nominalen Anleiherendite entspricht. Liegt die tatsächliche Inflation über der Breakeven-Rate, outperformt der Linker; darunter underperformt er.

Breakeven = Nominalrendite − Realrendite (TIPS-Yield)

Verwandte Begriffe

Siehe auch: Verbraucherpreisindex, Inflation Hedge, Anleihe, Bundesanleihe


Dieser Eintrag dient der Information und stellt keine Anlageberatung dar.

InflationsanleiheInflation-Linked BondTIPSLinkerBreakeven-Inflation