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Bundesanleihe (Bund)

Definition

Bundesanleihen sind langlaufende Staatsanleihen der Bundesrepublik Deutschland mit höchster Bonität, die als sicherster Hafen im Euroraum gelten.

Was ist eine Bundesanleihe?

Bundesanleihen (kurz: Bunds) sind Schuldverschreibungen der Bundesrepublik Deutschland, die vom Bund zur Finanzierung des Staatshaushalts emittiert werden. Sie gelten als die sichersten Anleihen im Euroraum, da Deutschland das höchste Kreditrating (AAA bei S&P und Fitch, Aaa bei Moody's) besitzt und als „risikoloser Zinssatz" (Risk-free Rate) im Euroraum gilt.

Arten von Bundeswertpapieren

ProduktLaufzeitBesonderheit
Bundesschatzanweisungen (Schätze)2 JahreKurzfristig
Bundesobligationen (Bobls)5 JahreMittelfristig
Bundesanleihen (Bunds)10–30 JahreLangfristig, meistgehandelt
Inflationsanleihen (linkers)5–30 JahreInflationsindexiert

Bund-Rendite als Anker

Die 10-jährige Bundesanleihe (Bund) ist der wichtigste Referenzzins im Euroraum. Alle anderen Zinsprodukte (Hypothekenzinsen, Unternehmensanleihen, Pfandbriefe) werden als Spread (Aufschlag) über der Bund-Rendite berechnet. Sinkt die Bund-Rendite, sinken tendenziell alle anderen Zinsen.

Verwahrstelle: Finanzagentur GmbH (100 % Bundesbesitz), koordiniert Emission und Rückkauf.

Bund-Future

Der Bund-Future (GBL) an der Eurex ist der meistgehandelte Zinsderivatekontrakt Europas. Er bildet die 10-jährige Bundesanleihe ab und wird von institutionellen Investoren intensiv für Hedging genutzt.

Verwandte Begriffe

Siehe auch: Staatsanleihe, Duration, Zinsstrukturkurve, Credit Spread


Dieser Eintrag dient der Information und stellt keine Anlageberatung dar.

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