IWF und Weltbank
Definition
Der IWF (Internationaler Währungsfonds) sichert finanzielle Stabilität und vergibt Notfallkredite; die Weltbank finanziert Entwicklungsprojekte – beide sind Bretton-Woods-Institutionen von 1944.
IWF und Weltbank
Der Internationale Währungsfonds (IWF) und die Weltbank sind die zwei wichtigsten internationalen Finanzinstitutionen, gegründet 1944 auf der Bretton-Woods-Konferenz.
IWF (Internationaler Währungsfonds / IMF)
Aufgaben
- Überwachung des internationalen Währungssystems
- Vergabe von Notfallkrediten an Länder in Zahlungsbilanzkrise
- Wirtschaftsberatung und -prüfung (Art. IV-Konsultationen)
IWF-Kennzahlen
- Mitglieder: 190 Länder
- Quoten-System: Stimmrechte proportional zur Wirtschaftsgröße
- USA größter Anteilseigner: 17,4 % (mit Vetorecht)
- SDRs (Sonderziehungsrechte): Eigene Reservewährung
Bekannte IWF-Programme
- Griechenland 2010: 30 Mrd. € + ESM-Mittel
- Argentinien 2018: 57 Mrd. USD (größtes je)
- Ukraine 2023: 15,6 Mrd. USD
Weltbank (World Bank Group)
Aufgaben
- Entwicklungsfinanzierung für Schwellenländer
- Armutsbekämpfung und Infrastrukturprojekte
- Technische Beratung
Bestandteile
| Institution | Zielgruppe |
|---|---|
| IBRD | Mittlere Einkommensländer (Kredite) |
| IDA | Ärmste Länder (Zuschüsse/Kredite) |
| IFC | Privatsektor in Entwicklungsländern |
| MIGA | Investitionsgarantien |
Keine Anlageberatung.
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