Internationaler Währungsfonds (IWF / IMF)
Definition
Der IWF ist eine internationale Organisation mit 190 Mitgliedsländern, die Währungsstabilität und globale Finanzkooperation fördert und Ländern in Zahlungsbilanzkrisen Kredite gewährt.
Was ist der IWF?
Der Internationale Währungsfonds (IWF, englisch: International Monetary Fund, IMF) ist eine internationale Organisation mit Sitz in Washington D.C. Er wurde 1944 auf der Bretton-Woods-Konferenz gegründet und hat aktuell 190 Mitgliedsländer. Die wichtigste Aufgabe des IWF ist die Förderung internationaler Währungsstabilität, Handelsliberalisierung und wirtschaftlicher Entwicklung.
Hauptaufgaben
- Surveillance: Überwachung der Wirtschaftspolitik der Mitgliedsländer (Artikel-IV-Konsultationen)
- Kreditvergabe: Finanzhilfen an Länder mit Zahlungsbilanzproblemen (z. B. Griechenland 2010, Ukraine 2022)
- Technische Hilfe: Beratung in Fiskal-, Geld- und Statistikpolitik
- Sonderziehungsrechte: Emission und Verwaltung von SDRs
IWF-Kreditprogramme
- Stand-By Arrangements (SBA): Kurzfristige Krisenunterstützung
- Extended Fund Facility (EFF): Mittelfristige Unterstützung bei strukturellen Problemen
- Poverty Reduction and Growth Trust (PRGT): Konzessionäre Kredite für Niedrigeinkommensländer
Kritik am IWF
Der IWF wird kritisiert für:
- Austeritätsprogramme: Ausgabenkürzungen als Bedingung für Kredite (kontraproduktiv in Rezessionen)
- Machtgefälle: USA haben das größte Stimmrecht (~16,5 %), Schwellenländer unterrepräsentiert
Verwandte Begriffe
Siehe auch: Sonderziehungsrechte, Bretton-Woods, Wechselkurs, Staatsverschuldung
Dieser Eintrag dient der Information und stellt keine Anlageberatung dar.
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