FOMC (Federal Open Market Committee)
Definition
Das FOMC (Federal Open Market Committee) ist das geldpolitische Entscheidungsgremium der US-Notenbank Federal Reserve, das acht Mal jährlich den US-Leitzins (Federal Funds Rate) festlegt.
Was ist das FOMC?
Das FOMC (Federal Open Market Committee) ist das wichtigste geldpolitische Gremium der USA und einer der einflussreichsten Institutionen der globalen Finanzmärkte. Es entscheidet über die Richtung der US-Geldpolitik — vor allem über den Federal Funds Rate (Leitzins).
Zusammensetzung
- Stimmberechtigte Mitglieder: 12 (7 Gouverneure des Fed Board + 5 regionaler Fed-Präsidenten)
- Rotierend: 4 der 12 regionalen Fed-Präsidenten wechseln jährlich
- Vorsitz: Fed-Präsident (derzeit Jerome Powell bis 2026)
Sitzungsrhythmus
Das FOMC trifft sich acht Mal pro Jahr (ca. alle 6 Wochen). Zwischen den regulären Sitzungen sind außerordentliche Treffen möglich (z. B. March 2020: Notzinssenkung wegen COVID).
FOMC-Statement und Dot Plot
Nach jeder Sitzung veröffentlicht das FOMC:
- Statement: Begründung der Entscheidung, Wirtschaftslage
- Pressekonferenz: Fed-Präsident erklärt Perspektive
- SEP (Summary of Economic Projections): 4× jährlich — der Dot Plot zeigt Zinsprognosen der einzelnen Mitglieder
Marktreaktion
FOMC-Entscheidungen bewegen DAX, S&P 500, Anleiherenditen und den Dollar massiv. Überraschungen gegenüber den Markterwartungen erzeugen die stärksten Bewegungen.
"Don't fight the Fed": Dieser Börsenspruch besagt, dass Anleger nicht gegen die Geldpolitik der Fed handeln sollten.
Dieser Eintrag dient der Information und stellt keine Anlageberatung dar.