Derivate — Grundlagen und Überblick
Definition
Derivate sind Finanzinstrumente, deren Wert von einem zugrunde liegenden Basiswert (Aktie, Index, Zins, Währung) abhängt. Zu den wichtigsten Derivaten gehören Optionen, Futures, Forwards und Swaps.
Was sind Derivate?
Derivate (von lateinisch: derivare = ableiten) sind Finanzinstrumente, deren Wert sich von einem oder mehreren Basiswerten (Underlyings) ableitet. Basiswerte können Aktien, Aktienindizes, Anleihen, Zinsen, Währungen, Rohstoffe oder andere Finanzgrößen sein. Derivate können zur Absicherung (Hedging), Spekulation oder Arbitrage eingesetzt werden.
Die vier grundlegenden Derivat-Klassen
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Optionen: Geben das Recht (nicht die Pflicht), zu kaufen (Call) oder zu verkaufen (Put). Asymmetrisches Risikoprofil.
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Futures/Terminkontrakte: Verpflichtung, einen Basiswert zu einem festgelegten Preis und Termin zu kaufen oder verkaufen. Standardisiert und börsengehandelt.
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Forwards: Wie Futures, aber nicht standardisiert — bilateral verhandelt (OTC). Kein Marginssystem.
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Swaps: Tausch von Zahlungsströmen (z. B. Fix gegen variabel). Häufigste Form: Zinsswap und Credit Default Swap.
Börsengehandelte vs. OTC-Derivate
Börsenderivate (Exchange-Traded): Standardisiert, über Clearing-Haus abgewickelt (Gegenparteirisiko eliminiert), transparent. Z.B. Optionen an der Eurex, Futures an der CME.
OTC-Derivate (Over-the-Counter): Bilateral vereinbart, mehr Flexibilität, aber Gegenparteirisiko. Regulierung durch EMIR (EU) nach 2008 verschärft.
Marktgröße
Der globale Derivatemarkt ist der größte Finanzmarkt der Welt. Das Nominalvolumen ausstehender OTC-Derivate lag laut BIS 2023 bei über 700 Billionen USD — eine Zahl, die Hebeleffekte widerspiegelt, nicht das tatsächliche Risiko.
Verwandte Begriffe
Siehe auch: Option, Futures, Swap, CFD
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