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Bruttoinlandsprodukt (BIP)

Definition

Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) misst den Gesamtwert aller in einer Volkswirtschaft innerhalb eines Jahres produzierten Güter und Dienstleistungen und ist die wichtigste Kenngröße für wirtschaftliche Leistung.

Bruttoinlandsprodukt (BIP)

Das Bruttoinlandsprodukt (BIP, englisch: Gross Domestic Product, GDP) ist die wichtigste makroökonomische Kennzahl und misst den monetären Gesamtwert aller in einem Land in einem bestimmten Zeitraum produzierten Güter und Dienstleistungen.

Berechnungsmethoden

1. Verwendungsrechnung (häufigste Darstellung)

$$BIP = C + I + G + (X - M)$$

  • $C$ = Privater Konsum (~55–60 % in Deutschland)
  • $I$ = Bruttoinvestitionen (~20 %)
  • $G$ = Staatsausgaben (~20 %)
  • $(X - M)$ = Außenbeitrag (Exporte - Importe)

2. Entstehungsrechnung: Nach Wirtschaftssektoren

3. Verteilungsrechnung: Nach Einkommen (Löhne + Gewinne + Steuern)

BIP wichtiger Volkswirtschaften (2023)

LandBIP (nominal, USD)
USA27,4 Billionen
China17,7 Billionen
Deutschland4,5 Billionen
Japan4,2 Billionen
UK3,1 Billionen

Reales vs. Nominales BIP

  • Nominales BIP: Zu aktuellen Preisen (beinhaltet Inflation)
  • Reales BIP: Preisbereinigt (nach Inflationsabzug)
  • BIP-Deflator: Preisniveau-Index = Nominales BIP / Reales BIP × 100

BIP und Börse

BIP-Wachstum ≠ Aktienmarktperformance direkt, aber:

  • Positives BIP-Überraschungen → oft Aktienmarkt-Boost
  • BIP-Schrumpfung 2 Quartale = Rezession → Aktienmärkte reagieren

Keine Anlageberatung.

BIPBruttoinlandsproduktGDPWirtschaftswachstumRezession