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Anleihenbonität und Kreditrisiko

Definition

Die Bonität einer Anleihe misst die Wahrscheinlichkeit eines Zahlungsausfalls durch den Emittenten – gemessen durch externe Ratings (AAA bis D) und den Credit Spread über risikofreie Anleihen.

Anleihenbonität und Kreditrisiko

Die Bonität (Kreditwürdigkeit) eines Anleiheemittenten ist der wichtigste Faktor für das Ausfallrisiko und damit die Rendite einer Anleihe. Sie wird extern von Ratingagenturen bewertet.

Ausfallwahrscheinlichkeiten (historisch, 10 Jahre)

Rating10-Jahres-Ausfallrate (S&P historisch)
AAA0,04 %
AA0,13 %
A0,52 %
BBB2,03 %
BB8,74 %
B17,46 %
CCC49,06 %

Credit Spread als Bonitätsmaß

Der Credit Spread ist die Renditeaufschlag einer Unternehmensanleihe über die risikofreie Staatsanleihe gleicher Laufzeit:

Unternehmensanleihe (BBB): 5,5 % Rendite
Bundesanleihe (AAA): 2,5 % Rendite
Credit Spread: 300 Basispunkte (3 %)

Faktoren der Bonitätsbeurteilung

FaktorBeschreibung
VerschuldungsgradFK/EK oder Net Debt/EBITDA
Zinsdeckung (ICR)EBIT / Zinszahlungen (≥3 = gut)
Free Cash FlowStärke des FCF für Schuldendienst
GeschäftsmodellStabilität, Marktposition
BrancheZyklizität, Regulierung

Investment Grade vs. Speculative Grade

  • Investment Grade (AAA–BBB-): Institutionelle Anleger pflichtmäßig
  • High Yield / Junk (BB+ und schlechter): Höheres Risiko, höhere Rendite

Keine Anlageberatung.

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