Aktienrückkaufprogramm – Buyback
Definition
Ein Aktienrückkaufprogramm (Buyback) bezeichnet den Rückkauf eigener Aktien durch ein Unternehmen – zur Kapitalstrukturoptimierung und Steigerung des Gewinns je Aktie.
Aktienrückkaufprogramm – Buyback
Ein Aktienrückkaufprogramm (englisch: Share Buyback) ermöglicht es einem Unternehmen, eigene Aktien am Markt zurückzukaufen und damit die Anzahl der umlaufenden Aktien zu reduzieren.
Mechanismus
- Hauptversammlung genehmigt Rückkaufprogramm (in Deutschland bis 10 % des Grundkapitals)
- Unternehmen kauft Aktien über Börse oder im Rahmen eines Tender Offers
- Aktien werden eingezogen (vernichtet) oder als Treasury Shares gehalten
Effekte eines Aktienrückkaufs
Vor Rückkauf:
- Gewinn: 1 Mrd. €, Aktien: 200 Mio. → EPS = 5,00 €
- KGV 15 → Kurs = 75 €
Nach Rückkauf von 10 % der Aktien:
- Gleicher Gewinn, Aktien: 180 Mio. → EPS = 5,56 €
- Bei gleichem KGV → Kurs = 83,40 € (+11,2 %)
Buyback vs. Dividende
| Aspekt | Buyback | Dividende |
|---|---|---|
| Steuer | Günstig (erst bei Verkauf) | Sofort Abgeltungsteuer |
| Flexibilität | Hoch (kein Zwang) | Erwartungsdruck |
| Signalwirkung | "Aktie ist günstig" | "Stabile Gewinne" |
Größte DAX-Rückkäufer (2024)
SAP, Deutsche Telekom, Allianz und BASF gehören zu den aktivsten Rückkäufern im DAX.
Kritik
Rückkäufe reduzieren Investitionen in Forschung und Innovation. Kritiker sehen darin kurzfristiges Aktionärsdenken auf Kosten langfristiger Wertschöpfung.
Disclaimer: Dieser Artikel dient ausschließlich der Information. Keine Anlageberatung gemäß §34 WpHG.
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