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Earnings per Share (EPS) — Gewinn je Aktie

Definition

Earnings per Share (EPS) bezeichnet den auf eine einzelne Aktie entfallenden Jahresüberschuss eines Unternehmens und ist eine der meistbeachteten Bewertungskennzahlen.

Was ist Earnings per Share (EPS)?

Earnings per Share (EPS), auf Deutsch Gewinn je Aktie, ist eine der wichtigsten Kennzahlen der Fundamentalanalyse. Sie gibt an, welcher Anteil des Jahresüberschusses auf eine einzelne Aktie entfällt. Das EPS bildet die Grundlage für die Berechnung des Kurs-Gewinn-Verhältnisses (KGV) und ist ein zentraler Maßstab für die Profitabilität eines Unternehmens aus Aktionärsperspektive.

Formel: EPS = Jahresüberschuss / Gewichtete durchschnittliche Aktienanzahl

Varianten des EPS

  • Basic EPS: Berechnet mit der tatsächlichen Aktienanzahl
  • Diluted EPS: Berücksichtigt potenziell verwässernde Wertpapiere (Optionen, Wandelanleihen) — konservativer, aussagekräftiger
  • Adjusted EPS (Non-GAAP EPS): Bereinigt um Sondereffekte; von Unternehmen selbst definiert, muss kritisch hinterfragt werden
  • Trailing EPS: Basiert auf letzten 12 Monaten (TTM)
  • Forward EPS: Schätzung für die nächsten 12 Monate

EPS und Aktienrückkäufe

Unternehmen können das EPS durch Aktienrückkäufe steigern, ohne den absoluten Gewinn zu erhöhen — einfach weil die Anzahl ausstehender Aktien sinkt. Anleger sollten daher auf das Umsatz- und Gewinnwachstum in absoluten Zahlen achten.

Beispiel

SAP SE erzielte 2023 einen bereinigten Jahresüberschuss von ca. 3,5 Mrd. EUR bei rund 1,18 Mrd. ausstehenden Aktien. Das bereinigte EPS betrug damit ca. 2,97 €. Bei einem Aktienkurs von 150 € ergibt sich ein Forward-KGV von rund 50x (basierend auf Gewinnschätzungen für 2024).

Verwandte Begriffe

Siehe auch: KGV, Jahresabschluss, Aktienrückkauf, PEG-Ratio


Dieser Eintrag dient der Information und stellt keine Anlageberatung dar.

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