Mitarbeiteraktienoptionen (Stock Options)
Definition
Mitarbeiteraktienoptionen geben Angestellten das Recht, Aktien ihres Unternehmens zu einem festgelegten Preis zu kaufen – ein wichtiges Vergütungsinstrument in der Tech-Branche.
Mitarbeiteraktienoptionen (Stock Options)
Mitarbeiteraktienoptionen (Employee Stock Options, ESO) sind Optionsscheine, die einem Arbeitnehmer das Recht geben, Unternehmensaktien zu einem vorher festgelegten Preis (Strike/Ausübungspreis) zu kaufen.
Grundmechanismus
- Unternehmen gewährt Optionen zum aktuellen Kurs (Grant Date)
- Vesting-Periode: 3–4 Jahre, oft mit 1-Jahres-Cliff
- Nach Vesting: Recht zum Kauf zum Strike-Preis
- Gewinn = Marktpreis − Strike-Preis
Beispiel:
- Strike-Preis (2021): 100 €
- Aktueller Kurs (2024): 180 €
- Gewinn pro Option: 80 € (−KESt)
Vesting-Mechanismus
Cliff: 25 % nach 1 Jahr
Danach: 1/48 pro Monat (linear über 3 Jahre)
Steuerliche Behandlung (Deutschland)
- Bei Ausübung: Lohnsteuer auf (Marktwert − Strike) als Arbeitslohn
- Keine Abgeltungsteuer beim Ausüben (Lohnsteuer!)
- Erst bei Verkauf: Kursgewinne als Kapitalertrag
Verwässerungseffekt
Neue Aktien für Mitarbeiteraktionäre → bestehende Aktionäre werden verwässert. Deshalb achten Anleger auf den "Dilution from options" in Quartalsberichten.
ESO vs. RSU (Restricted Stock Units)
| Instrument | Risiko | Steuer |
|---|---|---|
| ESO | Wertlos wenn Kurs < Strike | Bei Ausübung |
| RSU | Immer werthaltig | Bei Zuteilung |
Disclaimer: Dieser Artikel dient ausschließlich der Information. Keine Anlageberatung gemäß §34 WpHG.
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