After-Hours-Handel
Definition
After-Hours-Handel bezeichnet den Wertpapierhandel außerhalb der offiziellen Börsenöffnungszeiten, typischerweise zwischen 16:00 und 20:00 Uhr EST in den USA.
After-Hours-Handel
After-Hours-Handel (auch: Extended-Hours-Trading) bezeichnet den Kauf und Verkauf von Wertpapieren außerhalb der regulären Handelszeiten einer Börse. In den USA läuft der After-Hours-Handel typischerweise von 16:00 bis 20:00 Uhr Eastern Time (ET), nachdem die NYSE und NASDAQ um 16:00 Uhr ET schließen.
Handelszeiten im Überblick
Regulärer Handel (NYSE/NASDAQ): 09:30 – 16:00 Uhr ET
After-Hours-Handel: 16:00 – 20:00 Uhr ET
Pre-Market-Handel: 04:00 – 09:30 Uhr ET
Gesamtes Extended-Hours-Fenster: 04:00 – 20:00 Uhr ET (16 Stunden)
In Deutschland (XETRA): 09:00 – 17:35 Uhr, Nachbörse auf Tradegate/Lang & Schwarz bis 22:00 Uhr.
Typische Auslöser für After-Hours-Bewegungen
Der After-Hours-Handel ist besonders relevant bei:
| Ereignis | Typische Auswirkung |
|---|---|
| Quartalsergebnisse nach Börsenschluss | Starke Kurssprünge (±5-20 %) |
| M&A-Ankündigungen | Zielunternehmen +20-50 % |
| Fed-Statements nach Börsenschluss | Breite Marktbewegung |
| Gewinnwarnungen | Typisch -10-30 % |
| Index-Aufnahmen/Ausschlüsse (nach Börsenschluss) | ±3-8 % |
Konkretes Beispiel: Apple meldet Q4-Ergebnisse regelmäßig nach Börsenschluss (16:30 Uhr ET). Im November 2022 fiel die Aktie im After-Hours-Handel um 7 %, da die iPhone-Produktion in China eingeschränkt war. Beim Börsenstart am nächsten Tag eröffnete die Aktie entsprechend tiefer.
Besonderheiten und Risiken
Geringe Liquidität: Im After-Hours-Handel ist das Volumen typischerweise 1-5 % des Tagesvolumens. Bid-Ask-Spreads können zehnmal so hoch sein wie tagsüber.
Nur Limit-Orders: Die meisten Broker akzeptieren im Extended-Hours-Handel nur Limit-Orders, keine Market-Orders — zu hoch ist das Risiko, zu einem ungünstigen Preis ausgeführt zu werden.
Fragmentierung: After-Hours-Handel läuft über ECN-Netzwerke (Electronic Communication Networks) wie ARCA, INET. Es gibt keine zentrale Börse — Liquidität ist fragmentiert.
Overnight Gap-Risiko: Positionen über Nacht halten birgt das Risiko, dass der Kurs am nächsten Morgen deutlich anders eröffnet als der letzte After-Hours-Kurs.
Disclaimer: Dieser Artikel dient ausschließlich der Information. Keine Anlageberatung gemäß §34 WpHG.