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04. April 20265 Min. Lesezeit

Börsenwoche 6.–10. April: EZB-Entscheid naht — diese Termine bewegen den DAX

DAX startet aus -7,4% Q1 in neue Woche. US-CPI am Freitag als Schlüsseltermin. EZB-Entscheid in 12 Tagen. Optionsverfall und EZB am gleichen Tag (17. April).

FinAtlas Redaktion

Erwahnte Aktien

Die erste Börsenwoche nach dem Quartalsende startet unter schwierigen Vorzeichen. Der DAX beendete das erste Quartal 2026 mit minus 7,4 Prozent — der schlechtesten Quartalsbilanz seit zwei Jahren. In den kommenden fünf Handelstagen fehlen große Zentralbank-Entscheide. Die Agenda bestimmen Geopolitik, Ölpreis und erste Quartalszahlen aus dem DAX. Die vergangene Woche dominierte ein Thema: der Iran-Krieg. US-Präsident Trumps Rede in der Nacht auf Donnerstag sorgte für Verunsicherung statt Klarheit. Der Brent-Ölpreis stieg, Goldman Sachs warnte vor einem Szenario mit 160 Dollar je Barrel. Der DAX schloss bei 23.168 Punkten — 4,0 Prozent unterhalb des 50-Tage-Durchschnitts bei 24.130 Punkten.

Tesla enttäuschte mit 358.023 ausgelieferten Fahrzeugen im ersten Quartal — 14,4 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Deutsche Telekom zahlte ihre Rekorddividende von 1,00 Euro je Aktie aus — der Kursrückgang von 3,36 Prozent war buchhalterisch, kein Warnsignal.

Termintabelle: 6.–10. April 2026

TagTerminRelevanz
Montag, 6. AprilEröffnung nach Iran-WochenendeSehr hoch: Nachrichten über Waffenruhe oder Eskalation treffen auf offene Märkte
Montag, 6. AprilÖlpreis-Eröffnung NYMEXHoch: Erster Preis nach Trump-Rede setzt Ton für die Woche
Dienstag, 7. AprilKonjunkturdaten EurozoneMittel: Einzelhandelsumsätze Februar
Mittwoch, 8. AprilEZB-Ratsmitglieder auf KonferenzenMittel: Lagarde und Kollegen sprechen vor der Sitzung am 17.04.
Donnerstag, 9. AprilUS-Erzeugerpreise (PPI) MärzHoch: Inflationsdaten beeinflussen Fed-Erwartungen und EUR/USD
Freitag, 10. AprilUS-Verbraucherpreise (CPI) MärzSehr hoch: Schlüsseldaten für Zinspfad — direkte DAX-Wirkung

DAX-Chartcheck: Die entscheidenden Marken

Der DAX steht bei 23.168 Punkten. Der Bereich 22.819 Punkte ist die erste Unterstützungszone — hier verlaufen lokale Tiefs aus dem Februar. Fällt diese Marke, droht ein Test von 22.470 Punkten.

Der RSI bei 46,82 zeigt: Der Index ist weder überverkauft noch überkauft. Er kann nach beiden Seiten ausbrechen. Der MACD liegt tief im negativen Bereich bei minus 391,95 — das Momentum zeigt abwärts. Erst ein Schlusskurs über 23.376 Punkten würde das Bild leicht aufhellen.

Das 52-Wochen-Tief liegt bei 18.489 Punkten, erreicht im Iran-Schock vom Januar. Ein Rückfall dahin würde ein neues Jahrestief bedeuten. Dieses Szenario ist derzeit nicht das Basis-Szenario, aber es wird in den Handelsräumen diskutiert.

3 Aktien im Fokus der Woche

Infineon Technologies (IFX.DE, 38,96 Euro): Der Halbleiterwert fiel in dieser Woche um 2,96 Prozent. Infineon ist stark im Auto-Segment engagiert — sinkende Fahrzeugauslieferungen bei Tesla und anderen OEMs drücken die Erwartungen. In der kommenden Woche könnten neue Absatzzahlen aus der Autobranche weitere Impulse setzen.

RWE (RWE.DE): Im ersten Quartal 2026 war RWE einer der stärksten DAX-Werte mit plus 27,4 Prozent. Der hohe Energiepreis durch den Iran-Krieg begünstigt Energieversorger. Ob das Niveau hält, hängt von Entwicklungen rund um die Straße von Hormus ab.

Commerzbank (CBK.DE): Die UniCredit hat einen Termin für ihre Hauptversammlung festgesetzt, um die Zustimmung der eigenen Aktionäre zur Commerzbank-Übernahme einzuholen. Die Entscheidung rückt näher. Das könnte die Commerzbank-Aktie in der neuen Woche bewegen.

Auf den Radar: EZB am 17. April

In genau 12 Tagen entscheidet die Europäische Zentralbank über den Leitzins. Die EZB hat ihre Inflationsprognose für 2026 bereits auf 2,6 Prozent angehoben — von 1,9 Prozent im Dezember. Eine weitere Zinssenkung am 17. April ist damit unsicherer als noch vor zwei Monaten.

EZB-Direktoriumsmitglieder sprechen in der kommenden Woche auf Konferenzen. Ihre Aussagen werden auf Signale über den Kurs beim April-Entscheid untersucht. Der Optionsverfall am 17. April fällt exakt auf den Tag der EZB-Sitzung — das erhöht die potenzielle Volatilität. Kurzum: Die Börsenwoche 6.–10. April startet ohne klaren Katalysator. Der Iran-Konflikt bleibt das dominierende Risiko, der CPI am Freitag der wichtigste Datenpunkt. DAX-Käufer warten auf ein Signal — es könnte aus Teheran kommen. Charttechnisch muss 22.819 Punkte halten, damit keine Anschlusskäufer das Feld räumen.

Häufig gestellte Fragen

Wann ist die nächste EZB-Sitzung?

Die nächste Zinssitzung der Europäischen Zentralbank findet am 17. April 2026 statt. Gleichzeitig ist der 17. April ein monatlicher Optionsverfall, was die Volatilität an diesem Tag erhöhen könnte.

Wann tagt die Fed als nächstes?

Die nächste FOMC-Sitzung der US-Notenbank findet am 6. Mai 2026 statt. Die Fed ließ den Leitzins zuletzt unverändert bei 3,50 bis 3,75 Prozent.

Was sind die wichtigsten Datenpunkte der Woche?

Der wichtigste Termin ist der US-Verbraucherpreisindex (CPI) für März, der am Freitag, 10. April veröffentlicht wird. Dieser Wert beeinflusst direkt die Fed-Zinsspekulationen und damit EUR/USD sowie die globalen Aktienmärkte.

Welche DAX-Chartmarken sind diese Woche entscheidend?

Die wichtigste Unterstützung liegt bei 22.819 Punkten. Darunter droht ein Rückgang bis 22.470 Punkte. Auf der Oberseite gilt 23.376 Punkte als erster Widerstand, den es für eine Erholung zu überwinden gilt. Alle hier veröffentlichten Informationen beruhen auf sorgfältiger Recherche der Redaktion. Wir beziehen unsere Daten aus Quellen, die wir als zuverlässig erachten. Trotz größter Sorgfalt bei der Erstellung der Beiträge übernehmen wir keine Gewähr für die Aktualität, Richtigkeit und Vollständigkeit von Daten und Informationen.

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Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar und dient lediglich Informationszwecken. Alle Angaben ohne Gewähr. Die Meinungen und Einschätzungen können sich jederzeit ändern.

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