Wertpapierbörse
Definition
Eine Wertpapierbörse ist ein geregelter Marktplatz, an dem Wertpapiere wie Aktien, Anleihen, ETFs und Derivate gehandelt werden. Sie sorgt für Preistransparenz, Liquidität und faire Preisbildung unter staatlicher Aufsicht.
Was ist eine Wertpapierbörse?
Eine Wertpapierbörse (englisch: Securities Exchange) ist ein organisierter, von staatlichen Stellen beaufsichtigter Marktplatz für den Handel mit Wertpapieren. In Deutschland werden Wertpapierbörsen durch das Börsengesetz (BörsG) und die Wertpapierhandelsaufsicht der Länder reguliert.
Aufgaben der Wertpapierbörse
- Preisbildung: Transparente Preisfindung durch Angebot und Nachfrage
- Liquidität: Ständige Handelsmöglichkeit durch Market Maker und Designated Sponsors
- Abwicklung: Standardisierte Abrechnung (Settlement T+2)
- Publizitätspflicht: Kursveröffentlichung und Transparenzanforderungen
- Notierungszulassung: Kontrolle über börsengelistete Emittenten
Wichtige Wertpapierbörsen weltweit
| Börse | Standort | Index |
|---|---|---|
| NYSE | New York | Dow Jones, S&P 500 |
| NASDAQ | New York | NASDAQ 100 |
| Deutsche Börse (XETRA) | Frankfurt | DAX |
| London Stock Exchange | London | FTSE 100 |
| Tokyo Stock Exchange | Tokio | Nikkei 225 |
| Hong Kong Exchange | Hongkong | Hang Seng |
Deutsche Börsenlandschaft
In Deutschland gibt es mehrere Börsenplätze:
- Frankfurt (XETRA): Größter und liquidester Handelsplatz
- Stuttgart: Spezialist für Privatanleger-Produkte (Zertifikate, ETFs)
- München, Hamburg, Berlin, Düsseldorf, Hannover: Regionalbörsen
- Tradegate, Quotrix: Alternative Handelsplattformen
Regulierung
Deutsche Wertpapierbörsen unterliegen der Aufsicht der Länder-Börsenaufsichtsbehörden und auf EU-Ebene der ESMA-Regulierung durch MiFID II.
Dieser Eintrag dient der Information und stellt keine Anlageberatung dar.