Elektronischer Handel (Electronic Trading)
Definition
Elektronischer Handel bezeichnet den computergestützten Kauf und Verkauf von Wertpapieren über digitale Handelssysteme. Er hat den traditionellen Parketthandel weitgehend verdrängt und ermöglicht schnellere, günstigere und transparentere Transaktionen.
Was ist elektronischer Handel?
Elektronischer Handel (E-Trading oder Electronic Trading) bezeichnet die computergestützte Abwicklung von Wertpapiergeschäften über digitale Plattformen und Netzwerke — ohne physische Anwesenheit von Händlern am Börsenparkett.
Geschichte des elektronischen Handels
- 1971: NASDAQ als erste elektronische Börse der Welt gegründet
- 1997: XETRA (Exchange Electronic Trading) geht in Frankfurt an den Start und löst schrittweise das Parkett ab
- 2011: Letzter Handelstag am Frankfurter Parkett für Aktien
- Heute: Über 99 % aller Aktiengeschäfte in Deutschland laufen elektronisch
Hauptsysteme des elektronischen Handels
Continuous Matching (Fortlaufender Handel) Orders werden in Echtzeit im elektronischen Orderbuch zusammengeführt. Käufer und Verkäufer werden automatisch gematcht.
Auktionshandel Zu bestimmten Zeiten (Eröffnung, Schluss, Volatilitätsauktion) werden Orders gesammelt und der Gleichgewichtspreis ermittelt.
Algorithmic Trading Computer-Algorithmen handeln automatisch — von einfachem Market Making bis zu komplexen statistischen Strategien.
High-Frequency Trading (HFT) Ultraschneller Computerhandel in Nanosekunden. Umstritten, da er unfaire Vorteile gegenüber langsameren Marktteilnehmern verschaffen kann.
Vorteile gegenüber Parketthandel
- Schnelligkeit (Millisekunden vs. Minuten)
- Niedrigere Transaktionskosten
- Vollständige Transparenz (Orderbuch einsehbar)
- Keine geografischen Grenzen
Dieser Eintrag dient der Information und stellt keine Anlageberatung dar.