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Trendfolgstrategie – Mit dem Markt handeln

Definition

Eine Trendfolgstrategie versucht, bestehende Markttrends frühzeitig zu erkennen und so lange wie möglich mitzureiten. Das Grundprinzip: Der Trend ist dein Freund.

Was ist eine Trendfolgstrategie?

Trend Following (Trendfolghandel) ist einer der bekanntesten und langfristig profitabelsten Ansätze im systematischen Trading. Statt gegen den Markt zu handeln, schließt sich der Trader einem etablierten Auf- oder Abwärtstrend an und hält die Position, bis klare Umkehrsignale erscheinen.

Das Grundprinzip

Trendfolgstrategien haben keine Meinung über den fairen Wert eines Wertpapiers. Sie reagieren ausschließlich auf Preisbewegungen. Ein Aufwärtstrend liegt vor, wenn der Kurs über seinem gleitenden Durchschnitt notiert und höhere Hochs sowie höhere Tiefs bildet.

Klassische Einstiegssignale

  • Golden Cross: 50-Tage-SMA kreuzt den 200-Tage-SMA nach oben.
  • Death Cross: Umgekehrte Kreuzung – bearishes Verkaufssignal.
  • Donchian Channel Breakout: Kauf wenn Preis 20-Tage-Hoch überschreitet (Turtle Trading).
  • Moving Average Crossover: z.B. 10-EMA kreuzt 30-EMA.

Beispiel aus der Praxis

Der DAX bildet ein Golden Cross. Ein Trendfollower kauft bei 18.200 Punkten. Stop-Loss wird täglich nachgezogen (Trailing Stop). Nach vier Wochen steht der Index bei 19.000 – die Position läuft weiter, da kein Umkehrsignal vorliegt.

Stärken und Schwächen

Stärken: Theoretisch unbegrenzte Gewinne, disziplinierte Regelbasierung, funktioniert in allen Anlageklassen. Schwächen: Viele Fehlsignale in Seitwärtsphasen, später Trendeinstieg, hohe Drawdowns möglich.

Bekannte Trendfollower

Jerry Parker, Bill Dunn und die legendären Turtle Traders der 1980er Jahre haben bewiesen, dass regelbasiertes Trend Following über Jahrzehnte funktioniert.

Hinweis: Dieser Artikel dient ausschließlich der Information. Keine Anlageberatung gem. §34 WpHG.

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