Strangle (Optionsstrategie)
Definition
Ein Strangle ist eine Variante des Straddles mit verschiedenen Strike-Preisen für Call und Put — günstiger als Straddle, benötigt aber stärkere Kursbewegungen für Profit.
Was ist ein Strangle?
Ein Strangle ist eine Optionsstrategie, bei der ein Investor gleichzeitig eine Out-of-the-Money Call-Option und eine Out-of-the-Money Put-Option auf denselben Basiswert kauft — beide mit derselben Laufzeit, aber unterschiedlichen Strike-Preisen. Der Strangle ist eine kostengünstigere Alternative zum Straddle.
Long Strangle
Konstruktion: Kauf Call Strike 160 € (OTM) + Kauf Put Strike 140 € (OTM), bei aktuellem Kurs 150 €
Kosten = günstiger als Straddle (OTM-Optionen sind billiger als ATM-Optionen)
Break-even-Punkte:
- Nach oben: 160 € + Gesamtprämie (z. B. 6 €) = 166 €
- Nach unten: 140 € − 6 € = 134 €
Straddle vs. Strangle
| Merkmal | Straddle | Strangle |
|---|---|---|
| Strike Call | ATM | OTM |
| Strike Put | ATM | OTM |
| Kosten | Höher | Niedriger |
| Break-even | Kleiner Ausschlag nötig | Größerer Ausschlag nötig |
| Max. Verlust | Höher | Niedriger |
Einsatz
Der Long Strangle eignet sich für starke Kursbewegungserwartungen bei vertretbaren Kosten. Er ist kostengünstiger als der Straddle, benötigt aber eine größere Kursbewegung, um profitabel zu werden.
Short Strangle
Der Short Strangle (Verkauf beider Optionen) profitiert von Seitwärtsmärkten. Er hat unbegrenztes Verlustpotenzial und erfordert erhebliches Marginhinterlegung.
Verwandte Begriffe
Siehe auch: Straddle, Option, Implizite Volatilität, Iron Condor
Dieser Eintrag dient der Information und stellt keine Anlageberatung dar.