Stop-Order
Definition
Eine Stop-Order ist ein bedingter Börsenauftrag, der erst aktiv wird, wenn der Kurs eines Wertpapiers einen bestimmten Auslösekurs (Stop-Preis) erreicht oder überschreitet. Sie dient der automatischen Verlustbegrenzung (Stop-Loss) oder Gewinnsicherung.
Was ist eine Stop-Order?
Eine Stop-Order ist ein bedingter Auftrag: Sie liegt inaktiv im System, bis der Marktpreis einen vordefinierten Stop-Preis erreicht. Dann wird sie aktiv — entweder als Market Order (Stop-Market) oder als Limit Order (Stop-Limit).
Arten von Stop-Orders
Stop-Loss (Verkauf): Sicherung gegen fallende Kurse. Aktie bei 50 EUR, Stop bei 45 EUR: Fällt der Kurs auf 45 EUR, wird automatisch verkauft.
Stop-Buy (Kauf): Einstieg bei steigendem Kurs — Momentum-Strategie. Aktie bei 50 EUR, Stop-Buy bei 53 EUR: Steigt Kurs auf 53 EUR, wird automatisch gekauft.
Trailing-Stop: Der Stop-Preis bewegt sich automatisch mit dem Kurs (z.B. 5 % unter dem Tageshoch). Fällt der Kurs vom Hochpunkt um 5 %, wird verkauft.
Stop-Loss vs. Stop-Limit
| Stop-Market | Stop-Limit | |
|---|---|---|
| Auslösung | Bei Stop-Preis | Bei Stop-Preis |
| Ausführung | Market Order | Limit Order |
| Garantierte Ausführung | Ja (nicht Preis) | Nein |
| Slippage-Risiko | Hoch | Niedrig |
Risiken von Stop-Orders
Slippage: Bei einer Stop-Market-Order kann die tatsächliche Ausführung weit vom Stop-Preis abweichen — besonders bei Nachrichten-Gaps.
Stop-Hunting: Market Maker und Algorithmen kennen häufige Stop-Preis-Niveaus und können Kursbewegungen provozieren, die Stops auslösen.
Dieser Eintrag dient der Information und stellt keine Anlageberatung dar.