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Stop-Loss-Strategien

Definition

Ein Stop-Loss ist eine Verkaufsorder, die automatisch ausgelöst wird, wenn ein Wertpapier einen definierten Kurs unterschreitet, um Verluste zu begrenzen.

Stop-Loss-Strategien

Was ist ein Stop-Loss?

Ein Stop-Loss (auch: Stop-Sell-Order) ist eine vorher platzierte Verkaufsorder, die automatisch ausgeführt wird, sobald der Kurs eine definierte Schwelle unterschreitet. Er begrenzt das maximale Verlustrisiko einer Position.

Stop-Loss-Typen

TypBeschreibungVorteilNachteil
Hard StopFester KursEinfach, klarKein Puffer für Schwankungen
Trailing StopFolgt dem Kurs nach obenGewinne sichernFrühzeitig ausgestoppt
Volatilitäts-StopATR-basiertMarktadaptivKomplexer
Zeitbasierter StopNach X Tagen ohne GewinnOpportunitätskosten sparenWillkürlich

Berechnung: ATR-basierter Stop

Stop-Loss = Einstieg − (2 × ATR(14))
  • ATR(14) SAP = 3,50 EUR (angenommen)
  • Einstieg: 185 EUR
  • Stop: 185 − (2 × 3,50) = 178 EUR

Häufige Fehler

  1. Stop zu eng: Normale Kursschwankungen lösen den Stop aus (Whipsaw)
  2. Stop nicht anpassen: Nach starkem Kursanstieg Stop nicht nachziehen
  3. Mental Stop: Nur gedanklich → wird oft nicht konsequent ausgeführt
  4. Stop-Hunting: Market Maker kennen häufige Stop-Levels (runde Zahlen)

Empfehlungen

  • Minimum-Abstand: 1,5–2× ATR unter Einstieg
  • Keine Stops auf psychologische Marken (50 EUR, 100 EUR) → 1–2 % darunter
  • Bei Langzeit-Invest: breite Stops (10–15 %) oder gar keine

Disclaimer: Dieser Artikel dient ausschließlich der Information. Keine Anlageberatung gemäß §34 WpHG.

Stop-LossTrailing StopATR-StopVerlustbegrenzungRisikomanagement