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Saisonalität an der Börse

Definition

Börsliche Saisonalität beschreibt wiederkehrende Kursmuster zu bestimmten Jahreszeiten oder Kalenderperioden, wie den 'Sell in May'-Effekt oder den Januareffekt.

Saisonalität an der Börse

Börsliche Saisonalität bezeichnet statistisch wiederkehrende Kursmuster an der Börse, die mit bestimmten Kalenderperioden zusammenhängen. Obwohl umstritten, zeigen einige Effekte historisch konsistente Muster.

Wichtigste Saisonalitätseffekte

1. Sell in May

„Sell in May and go away, but remember to come back in September"

Historisch zeigen Aktien in Nordamerika und Europa von Mai bis Oktober schwächere Performance als von November bis April.

S&P 500 historisch (1950–2020):

  • November–April: ~7 % p.a.
  • Mai–Oktober: ~2 % p.a.

2. Januareffekt

Aktien (besonders Small Caps) tendieren im Januar zur Outperformance:

  • Theorie: Steuerverlust-Verkäufe im Dezember → Erholung im Januar
  • Statistisch schwächer geworden seit den 1990ern

3. Jahresend-Rally (Santa Claus Rally)

Aktien steigen zwischen Weihnachten und erstem Handelstag des Jahres häufig:

  • Historisch ~1,3 % Durchschnittsrendite in dieser Woche (S&P 500, 1928–2023)

4. Quarterly Window Dressing

Fondsmanager kaufen in den letzten Tagen eines Quartals gut gelaufene Aktien und verkaufen Verlierer → artifiziell beeinflusst Kurse.

5. Earnings Season

4-mal jährlich (Januar, April, Juli, Oktober): Erhöhte Volatilität durch Quartalszahlen.

Keine Anlageberatung – Saisonalitäten sind keine Gewissheiten.

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