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Rohergebnis und Bruttomarge

Definition

Das Rohergebnis (Gross Profit) ist die Differenz aus Umsatzerlösen und direkten Umsatzkosten; die Bruttomarge drückt diesen Wert als Prozentsatz des Umsatzes aus.

Definition

Das Rohergebnis, englisch Gross Profit, ist der erste Gewinnanzeiger in der Gewinn- und Verlustrechnung. Es bleibt übrig, nachdem die direkten Kosten der verkauften Produkte oder Dienstleistungen (Cost of Goods Sold, COGS) vom Umsatz abgezogen wurden.

Formel: Bruttomarge = (Umsatz – COGS) / Umsatz × 100

Was die Bruttomarge aussagt

Die Bruttomarge ist ein direktes Maß für Preissetzungsmacht und Produktionseffizienz. Hohe Bruttomargen bedeuten: Das Unternehmen kann Produkte deutlich über Herstellkosten verkaufen — ein Zeichen für Markenstärke, Patentschutz oder Netzwerkeffekte.

Branchen-Benchmarks

Software (SAP, Microsoft): 65–80 % Bruttomarge — kaum Grenzkosten bei digitalen Produkten. Pharma (Bayer, Merck KGaA): 50–65 % — hohe F&E-Amortisation, aber starke Patentpreise. Automobil (BMW, Mercedes): 15–25 % — hohe Materialkosten. Stahl/Chemie: 10–20 % — rohstoffintensiv, zyklisch.

Bruttomarge im Zeitverlauf

Eine sinkende Bruttomarge signalisiert oft steigende Rohstoffpreise, verschärften Wettbewerb oder Verlust der Preissetzungsmacht. Steigende Margen zeigen Skalierungseffekte oder Produktmix-Verschiebungen zu höherwertigen Produkten.

Grenzen der Kennzahl

Die Bruttomarge berücksichtigt keine Vertriebs-, Verwaltungs- oder F&E-Kosten. Ein Unternehmen mit 70 % Bruttomarge kann dennoch unprofitabel sein, wenn die Overheadkosten zu hoch sind (typisch bei vielen Tech-Start-ups).


Dieser Eintrag dient der Information und stellt keine Anlageberatung dar. Investitionen in Wertpapiere sind mit Risiken verbunden. Bitte konsultieren Sie bei Anlageentscheidungen einen qualifizierten Finanzberater.

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