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Risk-Parity-Strategie

Definition

Risk Parity ist ein Portfolioansatz, bei dem jede Anlageklasse gleich viel zum Gesamtrisiko des Portfolios beiträgt — statt gleicher Kapitalanteile werden gleiche Risikobeiträge angestrebt.

Risk-Parity-Strategie

Das Konzept

Beim klassischen 60/40-Portfolio stammen ~90 % des Risikos aus Aktien, da diese viel volatiler als Anleihen sind. Risk Parity löst dieses Problem: Jede Assetklasse wird so gewichtet, dass ihr Risikobeitrag gleich groß ist — oft unter Einsatz von Hebel bei niedrig-volatilen Anleihen.

Risikogewichtung vs. Kapitalgewichtung

AnlageklasseKapital (60/40)RisikobeitragKapital (Risk Parity)
Aktien60 %90 %25 %
Anleihen40 %10 %75 % (mit Hebel)

Berechnung des Risikobeitrags

Risikobeitrag_i = w_i × (Σ × w)_i / σ_Portfolio

w_i    = Gewicht der Position i
Σ      = Kovarianzmatrix
σ_Port = Portfolio-Volatilität

Ray Dalios All-Weather als Risk-Parity-Umsetzung

Bridgewater Associates' All-Weather-Fonds ist der bekannteste Risk-Parity-Fonds. Ziel: In allen Marktregimes (Wachstum/Rezession × Inflation/Deflation) positive Renditen.

Performance-Vergleich (2000–2022)

StrategieJährl. RenditeVolatilitätMax Drawdown
60/407,2 %9,8 %−34 %
Risk Parity (kein Hebel)5,8 %6,2 %−18 %
Risk Parity (1,5x Hebel)8,7 %9,3 %−24 %

Kritik

  • 2022: Steigende Zinsen trafen Anleihen UND Aktien gleichzeitig → Diversifikation versagte
  • Hebeleinsatz erhöht Kosten (Finanzierungskosten, Rollkosten bei Futures)
  • Komplexe Umsetzung für Privatanleger

Disclaimer: Dieser Artikel dient ausschließlich der Information. Keine Anlageberatung gemäß §34 WpHG.

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