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Produktivität (Productivity)

Definition

Produktivität misst den Output pro eingesetzter Einheit eines Produktionsfaktors (Arbeit, Kapital) und ist der wichtigste Treiber langfristigen Wirtschaftswachstums.

Was ist Produktivität?

Produktivität ist eine der wichtigsten volkswirtschaftlichen Größen. Sie misst, wie effizient Produktionsfaktoren (Arbeit, Kapital) eingesetzt werden, um wirtschaftlichen Output zu erzeugen. Langfristiges Wirtschaftswachstum ist primär durch Produktivitätssteigerungen getrieben — nicht durch mehr Arbeitsstunden oder Kapital allein.

Arten von Produktivität

Arbeitsproduktivität (Labor Productivity): Output pro Arbeitsstunde = BIP / Geleistete Arbeitsstunden

Kapitalproduktivität: Output pro Kapitaleinheit = BIP / Kapitalstock

Total Factor Productivity (TFP) / Multifaktorproduktivität: Misst den Anteil des Wachstums, der weder auf Arbeit noch Kapital zurückzuführen ist — also auf technologischen Fortschritt, bessere Organisation und Innovationen. TFP ist der Kernbegriff in der Wachstumstheorie (Solow-Modell).

Produktivitätswachstum und Wohlstand

Historisch ging ein großer Teil des Wohlstandszuwachses in Industrieländern auf Produktivitätssteigerungen zurück:

  • Dampfmaschine (1. Industrielle Revolution)
  • Elektrizität und Massenproduktion (2. Industrielle Revolution)
  • Computer und Internet (3. Industrielle Revolution)
  • KI und Automatisierung (4. Industrielle Revolution)?

Produktivitätsschwäche seit 2005

Viele Industrieländer erleben seit ca. 2005 ein Abflachen des Produktivitätswachstums (Productivity Paradox). Obwohl digitale Technologien verbreitet sind, spiegelt sich dies kaum in höherer Produktivität wider — ein ungelöstes wirtschaftswissenschaftliches Rätsel (Solow-Paradox).

Verwandte Begriffe

Siehe auch: BIP, Konjunkturzyklus, Inflation, Output-Gap


Dieser Eintrag dient der Information und stellt keine Anlageberatung dar.

ProduktivitätArbeitsproduktivitätTFPWirtschaftswachstumSolow-Modell