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Order Backlog (Auftragsbestand)

Definition

Der Order Backlog ist der aufgelaufene Bestand an erhaltenen, aber noch nicht in Umsatz umgewandelten Aufträgen. Er bietet Umsatzsichtbarkeit für die kommenden Quartale und Geschäftsjahre und ist besonders bei Industrie- und Rüstungsunternehmen relevant.

Was ist der Order Backlog?

Der Order Backlog (Auftragsbestand) ist die Summe aller eingegangenen Bestellungen, die noch nicht in Umsatz realisiert wurden. Er bildet das Fundament für zukünftige Einnahmen.

Berechnung des Backlog

Backlog (Ende Periode) = Backlog (Anfang Periode) + Auftragseingang - Umsatz

Beispiel: Backlog Jahresanfang: 8 Mrd. EUR + Auftragseingang Q1: 2,5 Mrd. EUR - Umsatz Q1: 2,2 Mrd. EUR = Backlog Quartalsende: 8,3 Mrd. EUR

Backlog Coverage Ratio

Die Backlog Coverage zeigt, wie viele Monate oder Jahre Umsatz bereits gesichert ist:

Backlog Coverage = Backlog / annualisierter Quartalsumsatz

Bei 8 Mrd. EUR Backlog und 2,2 Mrd. EUR Quartalsumsatz (8,8 Mrd. p.a.) = 0,9 Jahre = 11 Monate Umsatzsicherheit.

Strategische Bedeutung

Ein wachsender Backlog signalisiert:

  • Starke Nachfrage und Preissetzungsmacht
  • Planbarkeit für Produktion und Personal
  • Basis für Investitionsentscheidungen

Ein schrumpfender Backlog warnt vor:

  • Nachfrageschwäche in Kernmärkten
  • Verlust von Marktanteilen
  • Notwendigkeit aggressiverer Preisgestaltung

Sektoren mit hoher Backlog-Relevanz

  • Rüstung: Rheinmetall hat Backlog von über 40 Mrd. EUR (2024)
  • Flugzeugbau: Airbus hat Multi-Jahres-Backlog von 8.000+ Flugzeugen
  • Maschinenbau: KION, Dürr berichten Backlog als KPI
  • Cloud: ARR-Backlog bei SaaS-Unternehmen (nicht-kündbare Verträge)

Dieser Eintrag dient der Information und stellt keine Anlageberatung dar.

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