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Net Lease REITs – Mietvertragsstrukturen erklärt

Definition

Net Lease REITs setzen auf Triple-Net-Mietverträge, bei denen Mieter Betriebskosten, Versicherung und Instandhaltung selbst tragen — das ergibt besonders stabile und kalkulierbare Mieteinnahmen für Anleger.

Was sind Net Lease REITs?

Net Lease REITs vermieten Einzelimmobilien — oft freistehende Einzelhandels- oder Gewerbegebäude — an bonitätsstarke Einzelmieter. Das Besondere: Triple-Net-Lease-Verträge (NNN) übertragen fast alle laufenden Kosten auf den Mieter.

Die drei Mietvertragsarten

  • Single Net (N): Mieter zahlt Grundsteuer zusätzlich zur Miete
  • Double Net (NN): Mieter zahlt Grundsteuer + Gebäudeversicherung
  • Triple Net (NNN): Mieter zahlt Grundsteuer + Versicherung + Instandhaltung

Typische Mieter

Zu den klassischen NNN-Mietern zählen Dollar General, McDonald's, Walgreens, CVS, 7-Eleven und FedEx. Diese Unternehmen bevorzugen lange Mietverträge (10–25 Jahre) mit integrierten Mietsteigerungen von 1–2 % jährlich.

Führende Unternehmen

  • Realty Income (O): 'The Monthly Dividend Company'; über 15.000 Immobilien weltweit
  • NNN Realty (NNN): Spezialist für Triple-Net-Retail-Objekte
  • STORE Capital: Fokus auf Middle-Market-Unternehmen (2023 privatisiert)

Vorteile für Anleger

  • Sehr stabile Cashflows durch lange Mietbindung
  • Geringes operatives Risiko (Kosten beim Mieter)
  • Monatliche Dividendenausschüttung bei Realty Income (seltene Praxis)

Risiken

  • Mieterkonzentration: Insolvenz eines Großmieters trifft Portfolio stark
  • Inflationsschutz begrenzt, wenn Mietsteigerungen unter CPI liegen
  • Zinssensitivität: Kapitalisierungsraten (Cap Rates) steigen mit Leitzinsen

Dieser Eintrag dient der Information und stellt keine Anlageberatung dar. Investitionen in Wertpapiere sind mit Risiken verbunden. Bitte konsultieren Sie bei Anlageentscheidungen einen qualifizierten Finanzberater.

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