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Marktbreite (Market Breadth)

Definition

Marktbreite misst, wie viele Aktien an einem Trend beteiligt sind, und gibt Aufschluss über die Stärke und Nachhaltigkeit einer Marktbewegung.

Was ist Marktbreite?

Marktbreite (englisch: Market Breadth) ist eine Kategorie technischer Indikatoren, die misst, wie viele Aktien an einer Marktbewegung beteiligt sind. Steigt ein Index, aber nur wenige Aktien treiben ihn, ist die Basis schmal und der Trend weniger nachhaltig. Eine breite Marktbeteiligung gilt als Zeichen für einen gesunden, robusten Trend.

Wichtige Marktbreiten-Indikatoren

Advance/Decline-Linie (A/D-Linie): Tägliche Differenz aus gestiegenen und gefallenen Aktien, kumulativ aufaddiert. Steigt der Index, aber die A/D-Linie fällt → Bärische Divergenz, warnt vor einem möglichen Top.

New Highs vs. New Lows: Anzahl der Aktien auf 52-Wochen-Hochs minus Aktien auf 52-Wochen-Tiefs. Ein hoher Überhang bei Hochs bestätigt den Bullenmarkt.

Prozent über 200-Tage-MA: Anteil der Aktien, die über ihrem 200-Tage-Moving-Average notieren. Über 70 % gilt als gesunder Aufwärtstrend; unter 30 % als überverkaufter Markt.

McClellan Oscillator: Kurzfristiger Breadth-Oszillator, basierend auf der Differenz der 19- und 39-Perioden-EMAs der A/D-Werte.

Marktbreite als Frühindikator

Beim Bull-Run 1999/2000 war der S&P 500 auf neuen Hochs, während die A/D-Linie bereits seit 1998 fiel — ein klassisches Warnsignal für den darauffolgenden Crash. Marktbreiten-Indikatoren gehören zum Standard-Toolkit institutioneller Marktanalyse.

Verwandte Begriffe

Siehe auch: Trend, Marktphasen, Divergenz, VIX


Dieser Eintrag dient der Information und stellt keine Anlageberatung dar.

MarktbreiteMarket BreadthAdvance/Decline-LinieMcClellan OscillatorMarktanalyse