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Definition

Larry Fink ist der Gründer und CEO von BlackRock, dem weltgrößten Vermögensverwalter mit über 10 Billionen US-Dollar Assets under Management.

Larry Fink

Larry Fink (* 2. November 1952 in Van Nuys, Kalifornien) ist der Gründer, Chairman und CEO von BlackRock, dem weltweit größten Vermögensverwalter. Er gilt als einer der einflussreichsten Finanzmanager der Welt und hat durch seine jährlichen CEO-Briefe die globale Investitionsagenda maßgeblich mitgeprägt.

Karriere und Gründung von BlackRock

Fink begann seine Karriere bei First Boston, wo er als einer der Pioniere des Marktes für Mortgage-Backed Securities (MBS) gilt. 1988 gründete er gemeinsam mit sieben Partnern BlackRock — zunächst als Risikomanagement-Boutique mit Fokus auf festverzinsliche Wertpapiere.

Das Alleinstellungsmerkmal war von Beginn an die hauseigene Risikoanalyse-Plattform Aladdin (Asset Liability Debt and Derivative Investment Network), die heute rund 21 Billionen US-Dollar an Vermögenswerten überwacht — mehr als das BIP der USA.

BlackRock unter Fink: Wachstum durch Akquisitionen

JahrEreignisAuM-Sprung
2006Merger mit Merrill Lynch Investment Managers~1 Bio. USD
2009Übernahme von Barclays Global Investors (BGI)+~1,5 Bio. USD (inkl. iShares ETF-Plattform)
2024Übernahme von Global Infrastructure Partners+100 Mrd. USD

Die BGI-Übernahme 2009 für 13,5 Mrd. USD war transformativ: BlackRock erbte die iShares-ETF-Plattform und wurde damit zum weltgrößten ETF-Anbieter.

Jährliche CEO-Briefe als Marktmacht

Seit 2012 schreibt Fink jährliche Briefe an die CEOs der größten Unternehmen weltweit. Diese haben konkrete Auswirkungen auf Unternehmensstrategien:

  • 2018: Forderung nach gesellschaftlichem Zweck ("Purpose") — löste globale ESG-Debatte aus
  • 2020: Klimarisiko als finanzielles Risiko — BlackRock reduziert Kohle-Investitionen
  • 2023: Kritik an übersteigertem "Stakeholder Capitalism" — Kurskorrektur in Richtung Renditeorientierung

Einfluss und Kritik

Finks Einfluss ist strukturell: BlackRock hält als Indexfonds-Anbieter signifikante Anteile an praktisch jedem börsennotierten US-Unternehmen. Kritiker sprechen von einer "stillen Macht" über Corporate Governance. Befürworter sehen ihn als stabilisierenden Aktionär.

Konkretes Beispiel: Bei der Deutschen Bank hält BlackRock regelmäßig 4-6 % der Aktien — nicht als strategischer Investor, sondern als passiver Index-Tracker. Dennoch hat BlackRock durch Stimmrechtsausübung Einfluss auf Vorstandsvergütung und Nachhaltigkeitsstrategien.

Disclaimer: Dieser Artikel dient ausschließlich der Information. Keine Anlageberatung gemäß §34 WpHG.

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