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Definition

John Bogle (1929–2019) gründete Vanguard und schuf 1976 den ersten Indexfonds für Privatanleger – er revolutionierte das Anlegen durch seine Botschaft: 'Kosten minimieren, Markt halten'.

John Bogle

John Clifton Bogle (8. Mai 1929 – 16. Januar 2019) war US-amerikanischer Investor und Gründer der Vanguard Group. Er gilt als Erfinder des Indexfonds für Privatanleger und Revolutionär der Fondsbranche.

Gründung Vanguard (1974)

Bogle gründete Vanguard nach einem internen Machtkampf bei Wellington Management. Besonderheit: Vanguard gehört seinen eigenen Fonds – und damit den Anlegern. Keine externe Eigentümer, keine Gewinnausschüttung an Dritte.

Erster Indexfonds (1976)

Der Vanguard 500 Index Fund war der erste Indexfonds für Privatanleger und replizierte den S&P 500:

  • Lancierungskosten: Nur 11 Mio. $ (Ziel: 150 Mio. $)
  • Wall Street nannte ihn „Bogles Dummheit" (Bogle's Folly)
  • Heute: >700 Mrd. $ AuM – einer der größten Fonds weltweit

Bogle'sche Kernthesen

1. Kosten entscheiden über Rendite

Nettorendite = Bruttorendite - Kosten

1 % Kostenunterschied über 40 Jahre: 26 % weniger Endvermögen

2. Der Markt lässt sich langfristig nicht schlagen

  • 90 % der aktiven Fonds schlagen den Index nicht über 10+ Jahre
  • Survivorship Bias unterschätzt diesen Effekt

Boglehead-Bewegung

Bogle inspirierte die Boglehead-Community – Millionen von Privatanlegern weltweit, die günstige Indexfonds, breite Diversifikation und Langfristanlage praktizieren.

„Time is your friend; impulse is your enemy." – John Bogle

Keine Anlageberatung.

John BogleVanguardIndexfondsPassive GeldanlageS&P 500