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Kurslücke (Price Gap)

Definition

Eine Kurslücke (Gap) entsteht, wenn der Eröffnungskurs eines Wertpapiers deutlich über oder unter dem Schlusskurs des Vortages liegt. Sie zeigt, dass über Nacht wesentliche neue Informationen in den Kurs eingepreist wurden.

Was ist eine Kurslücke?

Eine Kurslücke (englisch: Gap oder Price Gap) ist ein Bereich im Chart, in dem kein Handel stattgefunden hat. Sie entsteht, wenn ein Wertpapier an einem neuen Handelstag zu einem deutlich anderen Preis eröffnet als der Vortages-Schlusskurs.

Arten von Gaps

Common Gap (Allgemeines Gap): Kleine Lücken im normalen Handel ohne besondere Bedeutung. Entstehen häufig und werden oft schnell "geschlossen".

Breakaway Gap: Gap beim Ausbruch aus einer Konsolidierungszone. Signalisiert Trendstart — wird oft NICHT gefüllt.

Runaway Gap (Measuring Gap): Gap in der Mitte einer Trendbewegung. Bestätigt den bestehenden Trend und zeigt Kraftvolumen.

Exhaustion Gap: Gap am Ende einer Trendbewegung. Signalisiert Erschöpfung — wird meist schnell gefüllt.

Gap-Up vs. Gap-Down

  • Gap-Up: Eröffnung über Vortages-Schluss (positive News, bullisches Sentiment)
  • Gap-Down: Eröffnung unter Vortages-Schluss (negative News, bearisches Sentiment)

Gap-Closing (Füllung)

Die Theorie des "Gap Closings" besagt, dass Kurslücken langfristig "gefüllt" werden — der Kurs kehrt in die Lücke zurück. Dies trifft für Common Gaps häufig zu, für Breakaway Gaps seltener.

Praxisbeispiel

SAP gibt eine Gewinnwarnung am Abend heraus. Am nächsten Morgen eröffnet die Aktie 8 % unter dem Vortages-Schlusskurs — ein Gap-Down. Im Chart zeigt sich eine Lücke im Kursverlauf.

Dieser Eintrag dient der Information und stellt keine Anlageberatung dar.

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