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Gap (Kurslücke)

Definition

Ein Gap (Kurslücke) entsteht, wenn der Eröffnungskurs deutlich über oder unter dem Schlusskurs des Vortages liegt und im Chart eine sichtbare Lücke hinterlässt.

Was ist ein Gap?

Ein Gap (deutsch: Kurslücke) in der Technischen Analyse entsteht, wenn zwischen zwei aufeinanderfolgenden Handelsperioden ein Preisbereich existiert, in dem keine Transaktionen stattgefunden haben. Im Chart zeigt sich dies als sichtbare Lücke. Gaps entstehen häufig nach Earnings-Meldungen, News oder über das Wochenende.

Arten von Gaps

  1. Common Gap: Entsteht in seitwärts gerichteten Märkten, wird schnell geschlossen — geringe Signalwirkung
  2. Breakaway Gap: Entsteht beim Ausbruch aus einer Konsolidierung — starkes Trendsignal
  3. Runaway Gap / Continuation Gap: Entsteht mitten in einem starken Trend — bestätigt die Trendrichtung
  4. Exhaustion Gap: Entsteht am Ende eines Trends — häufig gefolgt von Trendumkehr

Gap Filling — Schließung von Kurslücken

Die technische Analyse-Theorie besagt, dass Gaps langfristig „geschlossen" werden — der Kurs kehrt in den Lückenbereich zurück. Empirisch schließen sich etwa 70–75 % aller Gaps innerhalb eines Jahres. Allerdings ist dies keine zuverlässige Handelsstrategie, da manche Gaps Jahrzehnte geöffnet bleiben.

Gaps bei Aktien vs. Futures

Bei Aktien entstehen Gaps über Nacht oder am Wochenende. Bei 24h gehandelten Instruments (Forex, Krypto) sind klassische Gaps selten, entstehen aber durch plötzliche News.

Verwandte Begriffe

Siehe auch: Candlestick, Trend, Ausbruch, Breakout


Dieser Eintrag dient der Information und stellt keine Anlageberatung dar.

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