Katastrophenanleihe (Cat Bond)
Definition
Cat Bonds (Catastrophe Bonds) sind Hochzinsanleihen, bei denen Kapital und/oder Zinsen teilweise oder vollständig verloren gehen, wenn ein vordefiniertes Katastrophenereignis eintritt.
Katastrophenanleihe (Cat Bond)
Catastrophe Bonds (Cat Bonds) sind spezialisierte Versicherungs-Linked Securities. Investoren erhalten hohe Zinsen, riskieren aber den Verlust ihres Kapitals, wenn ein vordefiniertes Katastrophenereignis (z.B. Hurricane, Erdbeben) eintritt.
Funktionsweise
Versicherung zahlt Prämien → SPV
Investoren kaufen Cat Bonds → SPV
SPV investiert Kapital in sichere Assets
Wenn Katastrophe NICHT eintritt:
→ Investoren erhalten Zinsen + Kapital zurück
Wenn Katastrophe EINTRITT und Trigger erfüllt:
→ Versicherung erhält Kapital vom SPV
→ Investoren verlieren ganz oder teilweise
Trigger-Typen
| Trigger | Beschreibung |
|---|---|
| Schadensbasiert | Tatsächlicher Versicherungsschaden |
| Parametrischer Trigger | Messgröße (Windgeschwindigkeit, Stärke Erdbeben) |
| Industrie-Index | Branchenweite Schadensmeldungen |
| Modellbasiert | Katastrophenmodell berechnet Schadenshöhe |
Markt und Emittenten
- Marktgröße 2023: ~45 Mrd. USD ausstehend
- Typische Emittenten: Swiss Re, Munich Re, Swiss Re Capital
- Typische Investoren: Hedgefonds, Pensionsfonds, spezialisierte ILS-Fonds
Rendite und Diversifikation
Cat Bonds bieten:
- Rendite: SOFR + 5–15 % (abhängig von Katastrophenrisiko)
- Unkorrreliert: Kaum Korrelation mit Aktien/Anleihen-Markt
- Portfolio-Diversifikation: Naturkatastrophen ≠ Finanzkrise
Keine Anlageberatung – nur für erfahrene Anleger.
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