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Insurance-Linked Securities (ILS)

Definition

Insurance-Linked Securities (ILS) sind Finanzinstrumente, deren Wert an Versicherungsrisiken geknüpft ist und Investoren ermöglichen, direkt in Rückversicherungsrisiken zu investieren.

Was sind ILS?

Insurance-Linked Securities (ILS) umfassen alle Wertpapiere, deren Performance von Versicherungsereignissen abhängt. Das bekannteste ILS-Instrument sind Cat Bonds, daneben existieren Sidecar-Strukturen, Industry Loss Warranties (ILWs) und Collateralized Reinsurance Arrangements.

Marktvolumen und Wachstum

Der ILS-Markt ist von ca. 10 Mrd. USD im Jahr 2005 auf über 100 Mrd. USD gewachsen. Hauptmarkt ist Bermuda, wichtige Emissionszentren sind New York, London und Zürich. Rund 40 % des Marktes entfallen auf Windrisiken in den USA (Hurricane Season).

Anlagecharakteristika

ILS bieten drei Vorteile für institutionelle Portfolios:

  1. Niedrige Korrelation: Hurricanes und Erdbeben hängen nicht von Zinssätzen oder Unternehmensgewinnen ab
  2. Hohe Renditen: Spreads von 4–10 % über Geldmarktzins möglich
  3. Kurze Duration: Typische Laufzeiten von 1–3 Jahren

Risiken

Das Hauptrisiko ist Totalverlust bei Schadenereignissen. 2017 (Harvey, Irma, Maria) und 2022 (Hurricane Ian) führten zu erheblichen ILS-Verlusten. Basis Risk: Parametric-Trigger können von tatsächlichen Schäden abweichen.

ILS-Fonds für Privatanleger

Spezialisierte Fondsanbieter wie Twelve Capital, Securis Investment Partners oder Schroders ILS bieten auch UCITS-konforme ILS-Fonds an, die für qualifizierte Privatanleger zugänglich sind.


Dieser Eintrag dient der Information und stellt keine Anlageberatung dar. Investitionen in Wertpapiere sind mit Risiken verbunden. Bitte konsultieren Sie bei Anlageentscheidungen einen qualifizierten Finanzberater.

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