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Indexzertifikat – Passiv in Indizes investieren

Definition

Indexzertifikate bilden die Entwicklung eines Börsenindex 1:1 ab und sind eine einfache Möglichkeit, an Indexbewegungen ohne direkten Aktienkauf teilzuhaben.

Indexzertifikat – Passiv in Indizes investieren

Ein Indexzertifikat ist ein Schuldverschreibung eines Emittenten (Bank), die die Entwicklung eines Börsenindex 1:1 abbildet – ohne Dividenden (sofern Kursindex) oder mit Dividenden (Performance-Index).

Unterschied: Kurs- vs. Performance-Indexzertifikat

TypDividendenBeispiel-Index
Kursindex-ZertifikatNicht enthaltenDAX Kursindex
Performance-IndexzertifikatEnthalten (reinvestiert)DAX Performance

Wichtig: Der Standard-DAX (32.000 Punkte) ist ein Performanceindex – er enthält Dividenden. Ein Kursindex-DAX wäre bei ~16.000 Punkten.

Vorteile gegenüber ETFs

  • Keine Management-Gebühr (aber Emittentenspread)
  • Geringeres Mindestinvestment möglich
  • Keine Depotgebühren beim Emittenten direkt

Nachteile gegenüber ETFs

  • Emittentenrisiko: Bei Insolvenz des Emittenten droht Totalverlust (keine Sondervermögen-Absicherung wie bei ETFs)
  • Keine Stimmrechte
  • Oft schlechtere steuerliche Behandlung

Zertifikat vs. ETF: Wann was?

  • Für langfristige Investoren: ETF klar bevorzugt (Sondervermögen)
  • Kurzfristiger Handel: Indexzertifikat kann günstiger sein (kein Spread beim Wertpapierkauf)

Bekannte Emittenten

Deutsche Bank, DZ Bank, Société Générale, BNP Paribas.

Disclaimer: Dieser Artikel dient ausschließlich der Information. Keine Anlageberatung gemäß §34 WpHG.

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