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Impact Investing

Definition

Impact Investing bezeichnet Kapitalanlagen, die neben einer finanziellen Rendite ausdrücklich einen messbaren positiven Einfluss auf gesellschaftliche oder ökologische Herausforderungen erzielen sollen. Die Wirkungsmessung ist dabei zentraler Bestandteil der Strategie.

Was ist Impact Investing?

Impact Investing ist eine Investmentstrategie, bei der Kapital gezielt in Projekte, Unternehmen oder Fonds gelenkt wird, die nachweislich positive soziale oder ökologische Wirkungen erzielen — und gleichzeitig eine finanzielle Rendite erwirtschaften. Der entscheidende Unterschied zu anderen nachhaltigen Ansätzen: Die Wirkung (Impact) muss messbar und intentional sein.

Abgrenzung zu ESG und SRI

AnsatzKernmerkmal
SRIAusschluss unerwünschter Branchen (Negativscreening)
ESGBewertung nach Umwelt-, Sozial- und Governance-Kriterien
Impact InvestingAktive Wirkungserzeugung mit messbaren Ergebnissen

Impact Investing geht damit einen Schritt weiter: Es reicht nicht aus, „nicht schädlich" zu sein — das Investment muss aktiv zur Lösung von Problemen beitragen.

Typische Investitionsbereiche

  • Erneuerbare Energien: Solar-, Wind- und Wasserkraftprojekte
  • Bezahlbares Wohnen: Sozialwohnungsprojekte in Schwellenländern
  • Gesundheitsversorgung: Infrastruktur in unterversorgten Regionen
  • Bildung: EdTech-Unternehmen und Mikrofinanzierung
  • Nachhaltige Landwirtschaft: Agrartech und klimaresistente Anbaumethoden

EU-Regulierungsrahmen

Die EU-Taxonomie und die SFDR (Sustainable Finance Disclosure Regulation) schaffen den rechtlichen Rahmen. Fonds mit einem dezidierten Impact-Ansatz werden in der Regel als Artikel-9-Fonds (auch „dunkelgrüne Fonds") eingestuft. Sie müssen spezifische nachhaltige Anlageziele definieren und regelmäßig über die Zielerreichung berichten.

Wirkungsmessung: Der IRIS+-Standard

Das Global Impact Investing Network (GIIN) hat mit dem IRIS+-Katalog einen weltweiten Standard für Impact-Metriken entwickelt. Typische Kennzahlen sind:

  • Tonnen CO₂ eingespart
  • Anzahl versorgter Haushalte mit sauberer Energie
  • Geschaffene Arbeitsplätze in Niedriglohnländern

Praktische Auswirkungen für Anleger

  • Liquidität: Viele Impact-Investments sind in Private Equity oder Anleihen strukturiert und weniger liquide als börsennotierte Aktien.
  • Mindestanlage: Institutionelle Impact-Fonds haben oft hohe Einstiegsschwellen (ab 100.000 €).
  • Retail-Zugang: ETFs und Publikumsfonds mit Impact-Fokus machen die Strategie zunehmend für Privatanleger zugänglich.
  • Rendite: Impact-Investments können marktübliche Renditen erzielen, sind aber je nach Struktur mit höherem Risiko verbunden.

Greenwashing-Warnung

„Impact" ist kein geschützter Begriff. Anleger sollten kritisch prüfen, welche konkreten Wirkungsziele ein Fonds verfolgt, wie die Messung erfolgt und ob unabhängige Dritte die Angaben verifizieren.


Hinweis: Dieser Artikel dient ausschließlich der allgemeinen Information und stellt keine Anlageberatung dar. Investitionen sind mit Risiken verbunden. Bitte konsultieren Sie einen zugelassenen Finanzberater (§ 34 WpHG).

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