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High-Frequency Trading (HFT)

Definition

High-Frequency Trading ist eine Form des algorithmischen Handels, bei der Tausende von Orders in Millisekunden ausgeführt werden, um minimale Preisdifferenzen zwischen Handelsplätzen auszunutzen.

High-Frequency Trading (HFT)

Was ist HFT?

High-Frequency Trading nutzt extrem leistungsfähige Computer und minimale Latenzen (< 1 Millisekunde), um Preisdifferenzen zwischen Börsenplätzen, Orderbuchungleichgewichte oder kurzfristige Momentum-Signale auszunutzen. HFT-Firmen halten Positionen typischerweise Millisekunden bis Sekunden.

Kennzahlen des HFT-Markts (2023)

KennzahlWert
Anteil am US-Aktienvolumen~50–60 %
Anteil am europäischen Volumen~35–40 %
Typische Haltedauer< 1 Sekunde
Gewinn je Trade0,001–0,01 Cent
Tägliche Trades (große HFT-Firma)5–50 Millionen

HFT-Strategien

1. Market Making

HFT-Firmen stellen kontinuierlich Bid- und Ask-Kurse, verdienen den Spread, sichern sich sofort ab.

2. Latency Arbitrage

Preisunterschiede zwischen Börsen (z. B. XETRA vs. Chi-X) ausnutzen, bevor sie verschwinden.

3. Statistical Arbitrage (HFT-Version)

Mean-Reversion-Signale auf Tick-Ebene, hunderte Trades pro Sekunde.

4. Momentum Ignition

Umstrittene Praxis: Kursimpuls provozieren, um andere Algos in die gleiche Richtung zu drängen.

Infrastruktur

  • Co-Location: Server direkt neben Börsenmatchingengine
  • Netzwerk: Mikrometerwellen-Links (Chicago → New York: 8,1 ms statt 13 ms Glasfaser)
  • FPGA-Hardware: Programmierbare Chips statt Software (< 100 ns Reaktionszeit)

Kritik und Regulierung

  • Flash Crash (Mai 2010): HFT verstärkte Absturz auf −9 % in Minuten
  • MiFID II (Europa): Mindest-Ruhezeiten für Orders, Circuit Breaker
  • Vorteil für Privatanleger: Engere Spreads durch HFT-Market-Making

Disclaimer: Dieser Artikel dient ausschließlich der Information. Keine Anlageberatung gemäß §34 WpHG.

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