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Hebelprodukte — Überblick

Definition

Hebelprodukte verstärken die Kursveränderungen des Basiswerts durch einen Hebeleffekt und ermöglichen überproportionale Gewinne — aber auch überproportionale Verluste bis hin zum Totalverlust.

Was sind Hebelprodukte?

Hebelprodukte sind Finanzinstrumente, die die Kursbewegung eines Basiswerts mit einem Multiplikator (Hebel) verstärken. Ein Hebel von 10 bedeutet: Steigt der Basiswert um 1 %, steigt das Produkt um 10 %. Fällt der Basiswert um 1 %, fällt das Produkt um 10 %. Hebelprodukte eignen sich für erfahrene Anleger und Trader; für Privatanleger gelten seit 2018 durch ESMA-Regulierung Beschränkungen.

Arten von Hebelprodukten

ProduktHebel-ArtBesonderheit
CFDVariabel, über MarginKein Verfallsdatum
Knock-out (Turbo)Variabel (sinkt bei Kursanstieg)Knock-out-Schwelle
OptionImplizit über Delta/GammaPrämienkosten
FuturesHoch, über MarginStandardisiert, börsengehandelt
ETF (2x/3x Leveraged)TagesrebalancingVolatilitätserosion
Mini-FutureVariabelStop-Loss-Funktion

Hebel-Berechnung (Knock-out Beispiel)

DAX® bei 18.000, Finanzierungslevel 17.000, KO-Preis = 10 € (Bezugsverhältnis 1/100): Hebel = DAX / (KO-Preis × 100) = 18.000 / 1.000 = 18x

ESMA-Regulierung für Privatanleger (seit 2018)

Die ESMA begrenzte Hebel für Privatanleger:

  • Hauptindizes (DAX, S&P 500): max. 20:1
  • Währungspaare: max. 30:1 (Major), 20:1 (Minor)
  • Einzelaktien: max. 5:1
  • Krypto: max. 2:1

Verwandte Begriffe

Siehe auch: CFD, Knock-out, Futures, Leverage-Effekt


Dieser Eintrag dient der Information und stellt keine Anlageberatung dar.

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