Eurobond-Markt — Internationale Anleihen in Fremdwährung
Definition
Eurobonds sind Anleihen, die in einer anderen Währung als der des Emittentenlandes begeben werden und außerhalb des jeweiligen Heimatmarktes platziert werden — der Eurobond-Markt ist mit über 25 Billionen USD der größte Anleihenmarkt der Welt.
Eurobond-Markt — Internationale Anleihen in Fremdwährung
Definition
Eurobonds sind Schuldverschreibungen, die:
- In einer anderen Währung als der des Heimatlandes des Emittenten begeben werden, oder
- Außerhalb des Heimatlandes des Emittenten platziert werden
Der Begriff hat nichts mit dem Euro als Währung zu tun — ein japanisches Unternehmen, das USD-Anleihen in London begibt, emittiert einen Eurobond.
Geschichte
Der erste Eurobond wurde 1963 von der Autostrade SpA (italienische Autobahngesellschaft) begeben — 15 Mio. USD auf 15 Jahre, arrangiert von SG Warburg in London. Anlass war die US-Zinsausgleichsteuer (Interest Equalization Tax), die US-Emissionen teurer machte.
Marktstruktur
| Segment | Merkmale |
|---|---|
| Straight Eurobonds | Feste Verzinsung, kein Call |
| Eurobond FRNs | Variable Verzinsung |
| Euro-Convertibles | Wandelanleihen |
| Euro-MTNs | Medium Term Notes, flexibles Programm |
Emissionszentren: London (historisch dominant), Frankfurt, Luxemburg (Listingzwecke), Dublin.
Regulierung und Eigenheiten
Eurobonds unterliegen geringerem regulatorischem Aufwand als Inlandsanleihen: keine SEC-Registrierung (USA), keine BaFin-Prospektpflicht (DE) für Privatplatzierungen. Stückelung meist 1.000 USD/EUR — direkt für Privatanleger zugänglich.
Samurai-Bonds: Yen-Anleihen ausländischer Emittenten in Japan (kein Eurobond, da im Inland) Yankee-Bonds: USD-Anleihen ausländischer Emittenten in den USA (ebenfalls kein klassischer Eurobond)
Disclaimer: Dieser Artikel dient ausschließlich der Information. Keine Anlageberatung gemäß §34 WpHG.