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Commodity Futures (Rohstoff-Futures)

Definition

Commodity Futures sind standardisierte Terminkontrakte, die zum Kauf oder Verkauf einer definierten Rohstoffmenge zu einem festgelegten Preis an einem zukünftigen Lieferdatum verpflichten. Sie werden an Terminbörsen wie der CME oder ICE gehandelt und dienen sowohl der Absicherung als auch der Spekulation.

Was sind Commodity Futures?

Commodity Futures (Rohstoff-Futures) sind börsengehandelte, standardisierte Terminkontrakte auf physische Rohstoffe. Käufer und Verkäufer verpflichten sich, eine genau definierte Menge eines Rohstoffs – zum Beispiel 1.000 Barrel Rohöl oder 5.000 Bushel Weizen – zu einem heute vereinbarten Preis an einem bestimmten zukünftigen Termin zu kaufen bzw. zu liefern. Die Standardisierung ermöglicht liquiden Handel an regulierten Terminbörsen wie der Chicago Mercantile Exchange (CME), der Intercontinental Exchange (ICE) oder der Eurex.

Welche Rohstoffe werden gehandelt?

Commodity Futures existieren für nahezu alle bedeutenden Rohstoffklassen:

  • Energie: Rohöl (WTI, Brent), Erdgas, Heizöl, Benzin
  • Metalle: Gold, Silber, Kupfer, Platin, Aluminium
  • Agrarprodukte: Weizen, Mais, Soja, Kaffee, Kakao, Zucker
  • Vieh: Lebendrind, Schweine

Funktionsweise und Settlement

Commodity Futures werden täglich zum Marktpreis bewertet (Mark-to-Market). Gewinne und Verluste werden täglich über das Margin-Konto verrechnet. Wird die Maintenance Margin unterschritten, fordert der Broker einen Margin Call.

Die meisten Kontrakte werden vor Fälligkeit glattgestellt – nur ein kleiner Teil endet tatsächlich mit physischer Lieferung. Alternativ ist auch ein Cash Settlement (Barausgleich) möglich.

Einsatzzwecke

Absicherung (Hedging): Rohstoffproduzenten (z. B. Ölgesellschaften, Landwirte) sichern sich gegen fallende Preise ab, indem sie Futures verkaufen. Verarbeiter (z. B. Airlines, Nahrungsmittelhersteller) schützen sich gegen steigende Preise durch den Kauf von Futures.

Spekulation: Trader und Hedgefonds nutzen Rohstoff-Futures, um von Preistrends zu profitieren, ohne den Rohstoff physisch zu besitzen. Durch den Hebeleffekt (nur Margin-Hinterlegung nötig) lassen sich überproportionale Gewinne – aber auch Verluste – erzielen.

Portfoliodiversifikation: Rohstoff-Futures weisen oft eine geringe Korrelation zu Aktien und Anleihen auf und können zur Portfolioabsicherung genutzt werden.

Commodity Futures vs. Forward-Kontrakte

MerkmalCommodity FutureForward-Kontrakt
HandelsplatzTerminbörseOTC
StandardisierungJaNein
KontrahentenrisikoMinimal (Clearinghaus)Vorhanden
Margin-PflichtJaMeist nicht
LiquiditätSehr hochGering

Beispiel

Ein Landwirt erwartet in 3 Monaten eine Weizenernte von 50.000 Bushel. Um sich gegen fallende Weizenpreise abzusichern, verkauft er heute 10 Weizen-Futures (je 5.000 Bushel) zum aktuellen Terminpreis von 6 USD/Bushel. Fällt der Preis bis zur Ernte auf 5 USD, kompensiert der Gewinn aus den Futures den niedrigeren Verkaufserlös.

Risiken

Neben dem Marktpreisrisiko besteht das Risiko von Margin Calls bei ungünstiger Kursentwicklung. Der Hebeleffekt kann Verluste weit über den ursprünglichen Einsatz treiben. Zudem können Rollkosten entstehen, wenn Kontrakte vor Fälligkeit in den nächsten Termin gerollt werden.


Hinweis: Dieser Artikel dient ausschließlich der Information und stellt keine Anlageberatung dar. Derivate sind komplexe Finanzinstrumente, die erhebliche Verlustrisiken bergen.

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