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Commercial Bank vs. Investment Bank

Definition

Commercial Banks (Geschäftsbanken) nehmen Einlagen entgegen und vergeben Kredite, während Investmentbanken sich auf Kapitalmarktgeschäfte, M&A-Beratung und Wertpapierhandel konzentrieren.

Grundlegende Unterschiede

Die Unterscheidung zwischen Commercial Banking und Investment Banking ist fundamental für das Verständnis des Bankensystems. Während Geschäftsbanken das klassische Einlagen- und Kreditgeschäft betreiben, agieren Investmentbanken als Kapitalmarktintermediäre.

Commercial Banking: Merkmale

Geschäftsbanken finanzieren sich über Kundeneinlagen und die Zentralbank. Ihre Erträge stammen primär aus dem Zinsüberschuss (Net Interest Margin). Die Commerzbank etwa erzielte 2023 eine Net Interest Margin von rund 1,8 %. Typische Produkte: Konten, Kredite, Hypotheken, Zahlungsverkehr.

Investment Banking: Merkmale

Investmentbanken finanzieren sich über den Kapitalmarkt (Repo-Geschäfte, Anleihen). Erträge entstehen durch Gebühren und Trading-Gewinne. Das Geschäftsmodell ist kapitalmarktabhängig und daher volatiler als das Commercial Banking.

Das Trennbankensystem

In den USA trennte der Glass-Steagall Act von 1933 beide Geschäftsfelder strikt. Nach seiner Abschaffung 1999 entstanden Universalbanken wie JPMorgan Chase oder die Deutsche Bank, die beide Modelle kombinieren. In Deutschland war dieses Trennungsprinzip historisch weniger ausgeprägt.

Risikounterschiede

Commercial Banks tragen primär Kredit- und Liquiditätsrisiken. Investmentbanken sind stärker Marktrisiken ausgesetzt. Im Stresstest 2023 zeigte die EZB, dass europäische Banken mit hohem Investmentbanking-Anteil größere Kapitalpuffer benötigen.

Deutsche Banklandschaft

In Deutschland dominieren Universalbanken: Deutsche Bank, Commerzbank, DZ Bank und die Landesbanken bieten beide Modelle an. Reine Investmentbanken wie Goldman Sachs oder Morgan Stanley haben zwar deutsche Niederlassungen, sind aber keine Universalbanken im deutschen Sinne.

Regulatorische Konsequenzen

Basel III differenziert die Kapitalanforderungen nach Geschäftsmodell. Handelsbuch-Positionen (Investment Banking) unterliegen seit der FRTB-Reform höheren Eigenkapitalunterlegungen als klassische Kreditportfolios.

Hinweis: Dieser Artikel dient ausschließlich der Information und stellt keine Anlageberatung dar.

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