CoCo-Bonds (Contingent Convertible Bonds)
Definition
CoCo-Bonds (Additional Tier 1) sind nachrangige Bankanleihen, die bei Unterschreitung einer Eigenkapitalquote automatisch in Aktien umgewandelt werden oder einen Haircut erleiden.
CoCo-Bonds (Contingent Convertible Bonds)
Contingent Convertible Bonds (CoCo-Bonds), auch Additional Tier 1 (AT1) Capital genannt, sind hybride Bankanleihen, die bei einem vordefinierten Auslöseereignis automatisch in Eigenkapital umgewandelt werden oder einen Kapitalverlust erleiden.
Funktionsweise
Normal: Anleger erhält Coupon (6–10 % typisch)
↓
CET1-Quote fällt unter Trigger (z.B. 7 %)
↓
Automatische Wandlung in Aktien ODER
Vollständiger Kapitalverlust (Write-Down)
Trigger
- Common Equity Tier 1 (CET1) Rate: Eigenkapitalquote der Bank
- Typischer Trigger: CET1 < 7 % (High Trigger) oder < 5,125 % (Low Trigger)
Credit Suisse AT1-Desaster (März 2023)
Bei der Credit Suisse-Übernahme durch UBS:
- AT1-Bonds im Wert von ~16 Mrd. CHF vollständig abgeschrieben
- Trotz: Aktionäre erhielten Anteilsumtausch (3 Mrd.)
- Umgekehrte Rangfolge: AT1-Inhaber verloren, Aktionäre nicht → massiver Schock für Anleiheanleger
Rendite und Risiko
| AT1-Merkmal | Beschreibung |
|---|---|
| Typischer Coupon | 6–12 % |
| Rang | Nachrangig (quasi-Eigenkapital) |
| Risiko | Sehr hoch (Kapitalverlust möglich) |
| Emittenten | Nur Banken und Versicherungen |
Regulatorisches Ziel
AT1-Bonds sollen Banken im Krisenfall rekapitalisieren ohne Steuerzahler zu belasten (Post-Finanzkrise 2008 Design).
Keine Anlageberatung – AT1 nur für erfahrene Anleger.
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