Agency Bonds — Anleihen von Förderinstituten
Definition
Agency Bonds sind Anleihen von staatlich geförderten Institutionen wie der KfW oder US-amerikanischen GSEs (Fannie Mae, Freddie Mac) — sie bieten höhere Renditen als Staatsanleihen bei quasi-staatlicher Besicherung.
Agency Bonds — Anleihen von Förderinstituten
Definition
Agency Bonds sind Schuldverschreibungen von Regierungsbehörden oder staatlich geförderten Unternehmen (GSE — Government Sponsored Enterprises). Sie sind keine direkten Staatsanleihen, genießen aber implizite oder explizite staatliche Garantien.
Bedeutende Emittenten
Deutschland / Europa:
- KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau): AAA-geratete Förderbank, staatliche Garantie des Bundes
- EIB (Europäische Investitionsbank): AAA, EU-Garantie
- EFSF/ESM: EU-Rettungsmechanismen
USA:
- Fannie Mae (FNMA) und Freddie Mac (FHLMC): Verbriefung von Hypotheken, seit 2008 unter Staatskonservatorschaft
- Ginnie Mae (GNMA): Volle US-Staatsgarantie
Renditestruktur
| Emittent | Rating | Rendite 10 Jahre (2024) | Spread zu Bund |
|---|---|---|---|
| Bundesanleihe | AAA | 2,50 % | — |
| KfW | AAA | 2,68 % | +18 bp |
| EIB | AAA | 2,75 % | +25 bp |
| ESM | AAA | 2,72 % | +22 bp |
KfW-Bonds sind liquider als viele andere Agencies und beliebt bei institutionellen Anlegern als Bundesanleihen-Ersatz mit minimalem Mehrertrag.
Risiken
Implizite vs. explizite Garantie: Fannie Mae/Freddie Mac hatten vor 2008 nur eine implizite Staatsgarantie. Die Finanzkrise zeigte, dass diese nicht ausreicht — der Staat musste einspringen. Explizite Garantien (KfW, Ginnie Mae) bieten höhere Sicherheit.
Disclaimer: Dieser Artikel dient ausschließlich der Information. Keine Anlageberatung gemäß §34 WpHG.