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04. April 20265 Min. Lesezeit

Trump-Rede vertreibt DAX-Käufer: 23.168 Punkte — Goldman warnt vor Öl-Schock

Der DAX schloss die April-Woche bei 23.168 Punkten (-0,6%). Trumps Iran-Rede löste Verkaufswellen aus. Goldman Sachs warnte vor 160-Dollar-Öl. EZB-Sitzung in 12 Tagen.

FinAtlas Redaktion

Erwahnte Aktien

Der DAX hat die erste April-Woche mit deutlichem Minus beendet. Eine verwirrende Rede von US-Präsident Trump zum Iran-Krieg löste am Mittwochabend Verkaufswellen aus. Der Index schloss am Freitag bei 23.168 Punkten — das erste Quartal 2026 endete mit minus 7,4 Prozent.

KennzahlWert
Stand23.168,08 Punkte
Wochenbilanz-0,6%
52W-Hoch / -Tief25.507 / 18.489 Punkte
RSI (14)46,82 (neutral)
Support / Resistance22.819 / 23.376 Punkte
SMA 5024.130 Punkte

Was die Woche bewegte

Trumps Rede in der Nacht auf Donnerstag heizte die Ölmärkte an, statt sie zu beruhigen. Händler hatten auf ein klares Bekenntnis zu Verhandlungen mit Teheran gehofft. Stattdessen folgte eine mehrdeutige Aussage, die den Brent-Rohölpreis nach oben trieb. Goldman Sachs warnte in einer Analyse: Im schlimmsten Szenario könnte der Ölpreis auf 160 Dollar je Barrel steigen.

Der Energiesektor spaltete den DAX: Defensive Energieversorger wie E.ON profitierten. Technologie und Zykliker gerieten unter Druck. Der DAX handelt 4,0 Prozent unterhalb seines 50-Tage-Durchschnitts von 24.130 Punkten — ein klares Warnsignal.

Top/Flop der Woche

AktieVeränderungGrund
E.ON+2,20%Energiekrise befeuert Versorger
Hannover Rück+1,20%Versicherungssektor als sicherer Hafen
Qiagen+1,17%Defensive Gesundheits-Story
Deutsche Telekom-3,36%Ex-Dividende 1,00 EUR abgeschlagen
Infineon-2,96%Halbleiter-Nachfragesorgen
HeidelbergCement-2,74%Rezessionsangst belastet Bau-Zykliker

Makro-Kontext: Iran und Öl

Die Störung der Straße von Hormus durch iranische Kräfte hält an. Indien kauft weiterhin iranisches Rohöl — das drückt auf diplomatische Lösungen. Goldman Sachs unterscheidet zwei Szenarien: Bei einer zehntägigen Disruption droht Brent bei 140 Dollar. Mit dauerhaftem Infrastrukturschaden steigt die Prognose auf 160 Dollar.

Die EZB hat die Inflationsprognose für 2026 auf 2,6 Prozent angehoben — von 1,9 Prozent im Dezember. Die nächste Zinssitzung findet am 17. April statt. Marktteilnehmer diskutieren, ob die Notenbank angesichts des Ölpreisdrucks eine erneute Zinssenkung wagen kann.

Marktbreite und Volumen

Die Rallye der vergangenen Monate war breit aufgestellt. Die aktuelle Korrektur ist es ebenfalls. Energie- und Versicherungswerte stehen auf der Gewinnerseite. Zykliker, Technologie und Baustoffe stehen unter Druck. Der DAX steht damit 9,2 Prozent unter seinem 52-Wochen-Hoch von 25.507 Punkten — technisch im Korrekturgebiet, aber noch weit von einem Bärenmarkt entfernt.

Der MACD des DAX ist tief im negativen Bereich. Das Signal lautet: Der Abwärtstrend hat Momentum. Solange 22.819 Punkte hält, besteht noch Hoffnung auf Stabilisierung.

Ausblick: Diese Marken entscheiden

Die Schlüsselzone liegt bei 22.819 Punkten. Fällt diese Unterstützung, droht ein Test von 22.470 Punkten. Auf der Oberseite gilt 23.376 als erster Widerstand. Erst ein Tagesschluss darüber würde das Bild aufhellen.

In der kommenden Woche steht keine EZB- oder Fed-Sitzung an. Das Makro-Bild wird stattdessen von der Geopolitik bestimmt. Meldungen aus dem Iran oder vom Ölmarkt können den DAX bewegen — in beide Richtungen. Kurzum: Der DAX schloss eine schwache Woche mit 23.168 Punkten ab. Trumps unklare Iran-Aussagen, ein steigender Ölpreis und Goldman Sachs' Warnung vor 160-Dollar-Öl hielten die Käufer fern. Technisch notiert der Index 4 Prozent unter der 50-Tage-Linie — der Druck bleibt hoch.

Häufig gestellte Fragen

Warum fiel der DAX diese Woche?

Donald Trumps mehrdeutige Aussagen zum Iran-Krieg enttäuschten Investoren, die auf ein Deeskalationssignal gehofft hatten. Der steigende Ölpreis und Goldmans Warnung vor 160 Dollar je Barrel verstärkten den Verkaufsdruck.

Wo liegt der nächste wichtige Support im DAX?

Die erste wichtige Unterstützungszone liegt bei 22.819 Punkten. Fällt dieser Level, rückt 22.470 Punkte in den Blick. Ein Test des Jahrestiefs bei 18.490 Punkten gilt derzeit als Extremszenario.

Wann entscheidet die EZB als nächstes über die Zinsen?

Die nächste EZB-Zinssitzung findet am 17. April 2026 statt. Gleichzeitig verfallen an diesem Tag monatliche Optionen — das macht den Termin zum Doppelereignis für die Märkte.

Welche DAX-Aktien liefen in dieser Woche am besten?

Defensivwerte und Energieversorger führten die Gewinnerliste an. E.ON stieg um 2,2 Prozent, Hannover Rück um 1,2 Prozent. Der Sektor profitiert von erhöhten Energiepreisen durch den Iran-Konflikt. Alle hier veröffentlichten Informationen beruhen auf sorgfältiger Recherche der Redaktion. Wir beziehen unsere Daten aus Quellen, die wir als zuverlässig erachten. Trotz größter Sorgfalt bei der Erstellung der Beiträge übernehmen wir keine Gewähr für die Aktualität, Richtigkeit und Vollständigkeit von Daten und Informationen.

Jedes Geschäft mit Wertpapieren ist mit Risiken, die bis zum Totalverlust führen können, verbunden. Sämtliche Kommentare und Texte stellen keine Aufforderung zum Kauf bzw. Verkauf oder eine sonstige Beratungsleistung dar. Insbesondere kommt auch kein Beratungsvertrag zustande. Die bereitgestellten Texte dienen lediglich der Information. Eine Haftung für mittelbare und unmittelbare Folgen aus diesen Vorschlägen ist ausgeschlossen.

Die Veröffentlichung der Inhalte (auch auszugsweise) ist nur mit schriftlicher Genehmigung des Herausgebers erlaubt.

Erwähnte Aktien

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Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar und dient lediglich Informationszwecken. Alle Angaben ohne Gewähr. Die Meinungen und Einschätzungen können sich jederzeit ändern.

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